31 Tage – 31 Filme: Tag 2

Der kulturelle Output der Menschheit besteht ja seit nun mehr etwas mehr als 100 Jahren auch aus filmischen Werken, festgehalten auf Zelluloid oder in neuester Zeit auch digital. Im Laufe dieser Jahre und Jahrzehnte entstanden eine unendliche Zahl an Filmen. Zum Weinen, zum Lachen, zum Aufregen, zum Einschlafen, zum Staunen, zum Mitsingen, zum Mitfiebern, zum Erschrecken, zum Verlieben… zum… Na, sie wissen schon, was ich meine.
Die wundervolle Blogserie „31 Tage – 31 Filme“ greift einen Bruchteil dieses filmischen Outputs auf – noch dazu den mir persönlich bekannten – stellt jeden Tag eine bestimmte Aufgabe und lässt mich grübelnd über die für mich optimale Antwort zurück. Entdeckt in der ERGOThek, erfunden und mit Regeln versehen von Lena auf dem To the Lighthouse Filmblog wird meine Wenigkeit ebenfalls einen Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen. Es wird mehr als 31 Tage brauchen. Am Ende sind es sicher auch mehr als nur 31 Filme, die die Tage ausfüllen. Und es werden definitiv viele weitere mir noch unbekannte, nicht benannte oder schlichtweg vergessene Filme fehlen. Aber das Entdecken und Wieder-Entdecken filmischer Highlights entschädigt ohne Zweifel für alle entstehenden grübelnden Strapazen…

Tag 2 – Nenne deinen Lieblingsfilm.

Sagen wir es mal so: Wenn eine Filmtrilogie auch als Lieblingsfilm gelten würde, dann wohl eindeutig „Back to the Future“. Einmal aufgrund der Tatsache, das dies eine der wenigen Trilogien ist, die durchweg auf gleich hohem filmischen, erzählerischen und schauspielerischen Niveau wandelt. Und außerdem weil Christopher Lloyd als Doc Brown unübertroffen agiert.

Aber eigentlich habe ich keinen wirklichen Lieblingsfilm. Nur Filme, die ich mir gern öfter anschaue, ohne dabei der Langeweile anheim zu fallen. Filme, die auch nach dem zehnten, elften, zwölften Mal begeistern können. Dazu gehört auch (und besonders) „Harry und Sally“. Die Dialoge sind intelligent. Die Interaktion zwischen den beiden Protagonisten passt ungemein (und unglaublich) perfekt. Wenn schon eine leichte Komödie mit romantischem Touch und Happy End, dann diese.

Arthaus, Independentkino, Dokumentationen, Dogma, Genrekino a la Nouvelle Vague, Autorenkino? Alles schön und gut und sehenswert. Aber Lieblingsfilme müssen in meiner Definition des Begriffes unterhaltend sein. Ein hollywoodesker Stil ist dann gern gesehen, inklusive Popcorn. Der Film sollte einfach Spaß machen.

Wie zum Beispiel auch „Full Metal Jacket“ dies tut. (Anti-)Kriegsfilme neigen ja immer dazu entweder zu fixiert auf die Darstellung der Kämpfe, Tode oder Helden zu sein und somit im Kern einfach nur als stupider Actionfilm zu enden oder geben sich selbst einen Anstrich von philosophischer Tiefe, der mir dann immer zu ernst und gewollt belehrend erscheint (Wieso kommt mir hier immer „Apocalypse Now“ in den Sinn?). Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“ schafft den Spagat beides zu kombinieren, aber trotzdem den Witz nicht zu verlieren. Hätte einem aber auch klar sein können, trägt doch der Protagonist des Films den Schalk bereits im Namen: Joker.

Mein wohl meist gesehener Film ist (überraschenderweise?!) „Braveheart“. Feinstes Unterhaltungskino mit allen Komponenten und zusätzlichen historischen Anleihen. Ich mag die filmische Umsetzung, ich mag die Schlachten, ich liebe die musikalische Untermalung im Film, die pathetische Grundschwingung finde ich hier sogar wichtig, ich kann sogar der Liebesgeschichte etwas abgewinnen, selbst der Humor ist im Film immer an den richtigen Stellen platziert. Popcornkino par excellence! Immer wieder gern.

Und dann wäre da noch ein deutscher Film, der in meiner ‚schau-ich-immer-wieder-mal-gern‘-Liste ganz vorn rangiert: „Lola rennt“ von Tom Tykwer. Die Figur des Manni (gespielt von Moritz Bleibtreu) ringt mir jedes Mal aufs Neue ein Schmunzeln ab. Die Zwischensequenzen mit Lola (gespielt von Franka Potente) und Manni im Bett, philosophierend über das ‚Was wäre, wenn…‘, sind herrlich komisch im tragischen Kontext. Außerdem finde ich die Idee eines Films im Stil eines Computerspiels erfrischend anders und gut.

Ich wurde einmal gefragt, welches Lied mein Lieblingslied sei, worauf ich antwortete, ein Lieblingslied hätte ich nicht, würde man mich allerdings aus dem Schlaf reißen und danach fragen, wäre „Zombie“ von den Cranberries wohl meine erste Antwort. Auf den Film übertragen würde ich schlaftrunken sicher „Citizen Kane“ sagen. Ihn als Lieblingsfilm zu bezeichnen, fällt mir dennoch schwer.

Coming up next: Tag 3 – Nenne deinen Hassfilm. (Hass ist so ein böses Wort.)

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Erde, Mensch abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu 31 Tage – 31 Filme: Tag 2

  1. Pingback: 31 Tage – 31 Filme: Tag 1 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  2. Pingback: 31 Tage – 31 Filme: Tag 7 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s