31 Tage – 31 Filme: Tag 4

Der kulturelle Output der Menschheit besteht ja seit nun mehr etwas mehr als 100 Jahren auch aus filmischen Werken, festgehalten auf Zelluloid oder in neuester Zeit auch digital. Im Laufe dieser Jahre und Jahrzehnte entstanden eine unendliche Zahl an Filmen. Zum Weinen, zum Lachen, zum Aufregen, zum Einschlafen, zum Staunen, zum Mitsingen, zum Mitfiebern, zum Erschrecken, zum Verlieben… zum… Na, sie wissen schon, was ich meine.
Die wundervolle Blogserie „31 Tage – 31 Filme“ greift einen Bruchteil dieses filmischen Outputs auf – noch dazu den mir persönlich bekannten – stellt jeden Tag eine bestimmte Aufgabe und lässt mich grübelnd über die für mich optimale Antwort zurück. Entdeckt in der ERGOThek, erfunden und mit Regeln versehen von Lena auf dem To the Lighthouse Filmblog wird meine Wenigkeit ebenfalls einen Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen. Es wird mehr als 31 Tage brauchen. Am Ende sind es sicher auch mehr als nur 31 Filme, die die Tage ausfüllen. Und es werden definitiv viele weitere mir noch unbekannte, nicht benannte oder schlichtweg vergessene Filme fehlen. Aber das Entdecken und Wieder-Entdecken filmischer Highlights entschädigt ohne Zweifel für alle entstehenden grübelnden Strapazen…
 

Tag 4 – Welchen Film könntest du kein zweites Mal sehen?

Wenn man es genau nimmt, sind das zwei Filme, die thematisch zusammenhängen und auch beide vom gleichen Regisseur inszeniert wurden. Zum einen wäre das der überragende und von allen relevanten Kritikern durchweg hochgelobte, mit diversen Oscars ausgezeichnete, mir aber in kleinster Weise auch nur irgendwie etwas abgewinnen könnende Film „American Beauty“ von Sam Mendes. Mag sein, das es da psychologisch tief gehende Anspielungen gibt, das die zeithistorische Gesellschaft im Mikrokosmos Familie abgebildet und dekonstruiert wird, das es ein auf der visuellen Ebene schön anzuschauendes Werk ist, das die Schauspieler großartig agieren. Alles egal. Ich fand den Film einfach nur langweilig (und benutze dabei bewusst eine solch triviale Vokabel). Ebenso emotional unbelastet blieb ich beim zweiten Kandidaten von Sam Mendes, „Revolutionary Road“ oder wie er im deutschen Sprachraum betitelt wurde: „Zeiten des Aufruhrs“. Eben jene habe ich den kompletten Film über mit Spannung erwartet. Und wurde unglaublich enttäuscht. Das einzig aufrührerische an diesem Werk war mein stetig ansteigendes Gähnpotential beim Anschauen. Sowie die Erinnerung an den wohl passendsten und den Film treffend charakterisierenden Satz in der NY Times:

„Nothing much happens in the story, just two ordinary lives coming apart at the seams.“

Zur Verteidigung (und damit nicht der Verdacht aufkommt, ich würde Filme von Sam Mendes prinzipiell ablehnen) muss ich erwähnen, dass ich die Buchverfilmung „Jarhead“ gelungen fand und ich positiv überrascht war von „James Bond – Skyfall“, der sich endlich mal wieder als ein klassischer Bondfilm ohne übertriebene Action und mit geradliniger Story entpuppte. Mr. Mendes kann also doch aufregende Filme produzieren.

Coming up next: Tag 5 – Welcher Film erinnert dich an jemanden?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Erde, Mensch abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu 31 Tage – 31 Filme: Tag 4

  1. Pingback: 31 Tage – 31 Filme: Tag 3 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  2. Lena schreibt:

    Wie traurig, ausgerechnet zwei der Film, die mir am allermeisten bedeuten, weil sie mir aus der Seele sprachen und Licht auf mein Leben warfen. (Aber gerade bei Filmen, die mit der eigenen Persönlichkeit korrespondieren, kann man ja nicht unbedingt erwarten, dass andere Menschen diese Verbundenheit nachempfinden können.)

    Ich könnte natürlich viel darüber schreiben, was diese beiden Filme ausmacht, aber ich beschränke mich auf Folgendes: Sie sind weder lediglich satirische Gesellschaftskritik noch Ehedramen. Sie handeln von der Suche des Individuums nach dem Glück in einer konformen Gesellschaft – eines DER Themen unserer Zeit. Und das machen sie so zeitgemäß, unmissverständlich und treffend wie kein anderer Film.

    • Stepnwolf schreibt:

      Ja, ich weiß, das ich mit Meinung da auch nur einer kleinen Minderheit angehöre, aber ich konnte beiden Filmen tatsächlich nicht sehr viel abgewinnen. Vielleicht gebe ich beiden in der Zukunft doch noch mal die Chance auf eine zweite Sichtung. Irgendwann… 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s