31 Tage – 31 Filme: Tag 5

Der kulturelle Output der Menschheit besteht ja seit nun mehr etwas mehr als 100 Jahren auch aus filmischen Werken, festgehalten auf Zelluloid oder in neuester Zeit auch digital. Im Laufe dieser Jahre und Jahrzehnte entstanden eine unendliche Zahl an Filmen. Zum Weinen, zum Lachen, zum Aufregen, zum Einschlafen, zum Staunen, zum Mitsingen, zum Mitfiebern, zum Erschrecken, zum Verlieben… zum… Na, sie wissen schon, was ich meine.
Die wundervolle Blogserie „31 Tage – 31 Filme“ greift einen Bruchteil dieses filmischen Outputs auf – noch dazu den mir persönlich bekannten – stellt jeden Tag eine bestimmte Aufgabe und lässt mich grübelnd über die für mich optimale Antwort zurück. Entdeckt in der ERGOThek, erfunden und mit Regeln versehen von Lena auf dem To the Lighthouse Filmblog wird meine Wenigkeit ebenfalls einen Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen. Es wird mehr als 31 Tage brauchen. Am Ende sind es sicher auch mehr als nur 31 Filme, die die Tage ausfüllen. Und es werden definitiv viele weitere mir noch unbekannte, nicht benannte oder schlichtweg vergessene Filme fehlen. Aber das Entdecken und Wieder-Entdecken filmischer Highlights entschädigt ohne Zweifel für alle entstehenden grübelnden Strapazen…

Tag 5 – Welcher Film erinnert dich an jemanden?

Tag 5 ist ein interessantes Experiment, da ich mich tatsächlich gefragt habe, ob es für mich relevant ist und wenn ja, bei welchen Situationen, einen Film einer bestimmten Person zuzuordnen. Ich bin ja eher ein musikaffiner Erdbewohner und könnte auf Anhieb einzelne Lieder oder bestimmte Alben Personen meiner Lebensphasen zuschreiben, negativ wie auch positiv. Aber bei Filmen ist es für mich irgendwie schwieriger. Ein guter Freund von mir zieht demnächst in eine andere Stadt und schenkte mir zum Abschied den Film „Melancholia“ von Lars von Trier. Mit dem Hinweis, der Film würde ihn immer an mich und unsere Filmabende (die natürlich nicht immer nur aus diesem einen Film bestanden) erinnern. Man kann also tatsächlich einen Film mit einer bestimmten Person assoziieren. Ihn selbst werde ich wohl ebenfalls immer mit einem Film in Verbindung bringen: „The Big Lebowski“ (inklusive Getränk). Bei mir kamen dann mit genauerem Nachdenken vor allem Filme zu Verflossenen in den Sinn. Wie überraschend. Oder auch nicht.

Konzentrieren wir uns also einfach darauf…

Die drei großen Eckpunkte meines bisherigen Beziehungslebens sind zum einen natürlich die obligatorische erste große Liebe. Hier war es einer der besten Filme des 1990er Independentkinos, der mich noch heute an die werte Dame erinnert: „Reality Bites“ (von Ben Stiller, was mir bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst war). Den Anfang meiner am längsten währenden Beziehung begleitete ein Film von Gus van Sant. Würde ich den nicht mit einem unvergesslichen Abend in Verbindung bringen, hätte ich „Gerry“ sicher schon längst vergessen, da er aus filmischer Sicht kein besonderes Highlight des Regisseurs darstellt. Meiner großen Konstante des Lebens (auf diesem Blog bereits kurz vorgestellt) ordne ich neben diversen musikalischen Werken einen noch relativ aktuellen Film zu: „Silver Linings“ das 2012er Glanzstück von David O. Russell, mit den bravourös agierenden Darstellern Jennifer Lawrence und Bradley Cooper. Das war unser Wiedersehens-Film nach Jahren der persönlichen (teilweise gewollten, größtenteils erzwungenen) Trennung. Noch dazu ein positives Kinoerlebnis und somit über Jahre erinnerungswürdig.

So, nach so viel Rückblick muss ich doch mal spontan ein Echo & the Bunnymen Album hören, einer musikalischen Erinnerung an meine Konstante des Lebens…

Coming up next: Tag 6 – Welcher war der erste Film, den du im Kino gesehen hast?

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4 Antworten zu 31 Tage – 31 Filme: Tag 5

  1. Pingback: 31 Tage – 31 Filme: Tag 4 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  2. Paranoyer schreibt:

    Ein Beitrag, der mich zum lächeln bringt, sehr schön!
    An „Beziehungsfilmen“ kann ich „nur“ mit „Der Goofy Film“, „Happy Feet“ und „Ratatouille“/“28 Weeks Later“ aufwarten… 😀

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