Blogparade: 10 Guilty Pleasure – Filme

Da ist es wieder geschehen. Eine Blogparade hat mich infiziert. Der Virus wurde gestreut von Paranoyer und verursacht als Wirkung die schonungslose Offenbarung von Filmen, die eigentlich nicht gut sind, an denen man sich aber trotzdem ungemein erfreut. Genauere Informationen zu diesem Blogparade-Virus finden sich im beiliegenden Beipackzettel. Zu jedweden Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie nicht mich, auch wenn es so aussieht, als ob ich dafür verantwortlich wäre, was im Folgenden zu Lesen sein wird.

Auf geht’s…

No. 1: CON AIR (1997)

Bei diesem Film funktioniert das Prinzip „Keiner will ihn kennen, aber alle haben ihn schon einmal gesehen.“ besonders gut. Insofern stellt er das filmische Pendant zur Band Pur dar, die auch niemand kennt, deren Lieder aber immer alle mitsingen können.

No 2: NUMMER 5 LEBT (1986)

Dieser kleine Roboter mit den klappernden Eisenwimpern und den leuchtenden Augen ist einfach nur ungemein sympathisch. Sympathischer als viele der Spezies Mensch. Und so wie ihn die Protagonistin im Film in ihr Herz geschlossen hatte, hab auch ich ihn im jugendlichen Leichtsinn geliebt.

No. 3: EISKALTE ENGEL (1999)

Seien wir ehrlich, der Grossteil der Zuschauer des Films fand doch vor allem den dazugehörigen Soundtrack besonders gelungen (und die weibliche Zuseherschaft wohl noch zusätzlich Ryan Philippe). Denn an der Umsetzung der Story kann es definitiv nicht gelegen haben, dass der Film so erfolgreich war.

No. 4: COYOTE UGLY (2000)

Die alte Geschichte von einer/m die/der auszog um die Welt zu erobern. From nowhere to stardom. Hier ist die Eine gespielt von Piper Perabo, die mit ihrem traurigen Hundeblick den stets sehr voraussehbaren Handlungsverlauf des Filmes bestimmt. Trotzdem funktioniert der Coyote für mich sehr gut. Vielleicht liegt es aber auch an John Goodmans Nebenrolle.

No 5: INDEPENDENCE DAY (1996)

Ein klassischer Roland Emmerich. Kennste einen, kennste alle. ID4 bietet allerdings Will Smith und Jeff Goldblum – das dynamische Duo. Nur deren glänzendes Zusammenspiel im Film lässt mich hier immer mal wieder gern zuschauen, was mir bei anderen Emmerich-Werken nie gelingt.

No 6: EINE FÜR 4 (2005)

Hab ich den Film hier jetzt wirklich öffentlich erwähnt? Ich entschuldige mich ausdrücklich. Ein Coming of Age – Teenie – Film par Excellence, mit einer kleinen aber feinen märchenhaften Komponente und somit ein typischer Sonntagnachmittags – Wohlfühl – Gehirnabschalt – Film. Oder so ähnlich. Ich hätte aber auch einfach nur sagen müssen: Rory Gilmore spielt mit.

No 7: In Sachen Liebe (1997)

Hier stimmt die Chemie der beiden Protagonisten Meg Ryan und Matthew Broderick. Addicted to Love ist mein heimlicher Lieblingsfilm von allen Liebeskomödien bei denen Meg Ryan mit ihrer Anwesenheit glänzt (und da gibt es ja einige). Auch deshalb heimlich, weil man sich für das Mögen von den üblichen Verdächtigen (also „Schlaflos in Seattle“ und „Harry und Sally“) halt nicht entschuldigen muss.

No. 8: SUCKER PUNCH (2011)

Was für eine abgefahrene, irrsinnige, skurrile Geschichte wird uns da eigentlich von Regisseur Zack Snyder aufgetischt? Zum Kopfschütteln. Dennoch: die bildkompositorische Umsetzung ist ein Augenschmaus und außerdem mag ich die musikalische Untermalung, die sich stimmig einfügt. Ein unerwartet (positiver) Schlag in meine Sehgewohnheiten.

No. 9: KEINOHRHASEN (2007)

Jetzt könnte ich ganz einfach so wie bei No. 6 folgendermaßen antworten: Nora Tschirner spielt mit. Aber auch wenn die halbe Welt über Til Schweiger Filme lachen mag, eines hat er auf jeden Fall verstanden, nämlich wie man das Publikum unterhält. Der Hase ohne Ohren hat das bei mir jedenfalls geschafft und darauf kommt es am Ende doch an.

No. 10: SCOTT PILGRIM vs. THE WORLD (2010)

Ich habe keine Ahnung von Comics, extrem wenig Ahnung von Videospielen, aber kann mich immer wieder köstlich amüsieren, wenn ich Scott Pilgrim dabei beobachte, wie er die sieben teuflischen Ex-Lover besiegt, um seine große Liebe zu gewinnen. Besonders faszinierend und sehenswert sind vor allem die Nebenrollen von Jason Schwartzman und Kieran Culkin. You win! Game over!

So. Ich bin schuldig im Sinne der Anklage und werde jedwede Strafe akzeptieren, außer Til Schweiger und Roland Emmerich Filme in Dauerschleife. Das geht dann wirklich zu weit…

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14 Antworten zu Blogparade: 10 Guilty Pleasure – Filme

  1. filmschrott schreibt:

    Einige dabei, die ich auch gut finde. Con Air geht immer. Ein sauguter 90er-Actionfilm. Eiskalte Engel ist schon alleine wegen der Schlampe Gellar cool, und Scott Pilgrim ist einfach aus Prinzip großartig.

    • Stepnwolf schreibt:

      Die Schlampe Gellar hab ich schon als Buffy nie gemocht. Ich fand halt nur den Soundtrack cool. 😉 Con Air bietet vor allem ein ziemlich großes Staraufgebot für einen so schlechten Film. Was ihn wiederum sehr faszinierend macht.

      • filmschrott schreibt:

        Ich mag Gellar auch an sich nicht unbedingt, aber bei Eiskalte Engel passte das. Der Soundtrack war natürlich sowieso cool.
        Con Air würde ich noch nicht mal als unbedingt schlecht bezeichnen, er ist eben nur nix besonderes. Eben ein typischer Actionfilm.

  2. Miss Booleana schreibt:

    Da sind einige dabei, die ich ganz gern mag und überhaupt peinlich finde 😀 NUMMER 5 LEBT und SCOTT PILGRIM vs. THE WORLD beispielsweise. Bei anderen denke ich eher, dass die auf die Liste passen wie zum Beispiel Sucker Punch 😉

  3. Paranoyer schreibt:

    Vielen Dank fürs mitmachen!

    „Con Air“ erfreut sich bei dieser Parade ja einiger Beliebtheit… Was du über Emmerich gesagt hast, kann man wohl auch auf Jerry Bruckheimer anwenden. 😀

    Bei „Scott Pilgrim vs. the World“ schließe ich mich meiner Vorrednerin an, den finde ich auch jenseits eines „guilty pleasures“ gelungen. 🙂

  4. Thorsten Krüger schreibt:

    Independence Day! Den muss ich regelmäßig gegen erboste Kollegen verteidigen 😉

  5. ER.GO schreibt:

    Eine ganz tolle Liste. Ich finde NUMMER 5 LEBT und SCOTT PILGRIM vs. THE WORLD auch toll und das auch jenseits der “guilty pleasures”. 😉 Bei Sucker Punch gehts mir wie dir. Ich mag Zack Snyder auch sehr (außer Man of Steel natürlich). Und bei Sucker Punch muss ich immer wieder auf die extended Version verweisen, die macht einfach viel mehr Sinn. 😉

  6. Pingback: Blogstöckchen: Top 10 Soundtracks/Filmscores und so | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

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