Die AudioVision zum Monat

… Mai …

Die Auswahl war groß in diesem wahlreichen Mai. Europa wählte erst einmal beim (selbst ernannten) musikalischen Großereignis – dem Eurovision Song Contest – eine/n neu/n RepräsentanIn, um nur wenig später dann auf politischer Ebene – bei der Europawahl -etwas ganz ähnliches zu tun. Während bei der einen Veranstaltung die Überraschung ungeahnte Ausmaße annahm und es nach der Entscheidung medial, stellenweise unter der Gürtellinie des guten Geschmacks, um die Wurst ging, verlief die andere Veranstaltung relativ normal und mit den erwarteten (wenn auch nicht vollständig positiv zu wertenden) Ergebnissen. Bei beiden europäischen Entscheidungen triumphierten die Minderheiten. Nur komisch, dass die eine Minderheit (ESC-Siegerin Conchita Wurst) mehr öffentliches Aufsehen und Ärgernis erregte, als der Triumph anderer (Ex-)Minderheiten auf der politischen Ebene. Denn wenn sich am Ende der Europawahl zwar die etablierten Parteien durchsetzten, sind es dennoch die politischen Ränder (egal, ob links platziert, wie im Komiker-Italien oder rechts sitzend, wie im UKip-England und Front National-Frankreich), die sich als die eigentlichen Sieger sehen können. Europa denkt skeptisch über das Projekt Europa. Da kann auch die Übermama aus dem deutschen Lager nicht viel dran ändern (und will es vielleicht auch gar nicht?).

Der auditive Mai (weil Europa zwei finale Countdowns zu verkraften hatte):

 

Die Bürger Europas haben jetzt aber auch noch eine weitere Wahl. Und das ist sogar in ein europäisches Recht gegossen. Nämlich das Recht zu Vergessen. Oder besser gesagt vergessen zu werden, wenn man bei Google den eigenen Namen nicht mehr mit bestimmten Seiten, Artikeln, Kommentaren et cetera pp in Verbindung gebracht haben will. Man weiß ja nie, wozu potentielle Feinde diese Informationen mal nutzen könnten. Zum Beispiel um einem vorzuhalten, sich negativ oder (Gott bewahre!) ja vielleicht sogar positiv zu irgendeiner/m ESC-Sieger/in geäußert zu haben. Oder zur ukrainischen (auch nach der dortigen Präsidentschaftswahl noch immer brisanten) putinschen, Verzeihung, politischen Lage. Oder zur Spielerauswahl Jogi Löws für die anstehende WM in Brasilien. Oder … Moment, ich schweife ab.

Der visuelle Mai (und in Gedenken an den Erfinder eines der besten Monster der Filmgeschichte):

 

Und selbst so?

Sieben. Nein, ich meine nicht den Film. Sieben Blogbeiträge hab ich im Mai geschafft (insgesamt somit 35). Na immerhin, der Schreiboutput wird wieder besser und der Musikinput war im Mai ebenfalls gut. Hab eine sehr alte Bandleidenschaft wieder erneuert (Bobo was in town) und eine neue Band am Wegesrand entdeckt. So lob ich mir das…

Coming up next?

Der Juni. Und da geht es dann so richtig rund. Die Welt wird endlich wieder von der schönsten Nebensache regiert. Fussball.

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