31 Tage – 31 Filme: Tag 10

Der kulturelle Output der Menschheit besteht ja seit nun mehr etwas mehr als 100 Jahren auch aus filmischen Werken, festgehalten auf Zelluloid oder in neuester Zeit auch digital. Im Laufe dieser Jahre und Jahrzehnte entstanden eine unendliche Zahl an Filmen. Zum Weinen, zum Lachen, zum Aufregen, zum Einschlafen, zum Staunen, zum Mitsingen, zum Mitfiebern, zum Erschrecken, zum Verlieben… zum… Na, sie wissen schon, was ich meine.
Die wundervolle Blogserie „31 Tage – 31 Filme“ greift einen Bruchteil dieses filmischen Outputs auf – noch dazu den mir persönlich bekannten – stellt jeden Tag eine bestimmte Aufgabe und lässt mich grübelnd über die für mich optimale Antwort zurück. Entdeckt in der ERGOThek, erfunden und mit Regeln versehen von Lena auf dem To the Lighthouse Filmblog wird meine Wenigkeit ebenfalls einen Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen. Es wird mehr als 31 Tage brauchen. Am Ende sind es sicher auch mehr als nur 31 Filme, die die Tage ausfüllen. Und es werden definitiv viele weitere mir noch unbekannte, nicht benannte oder schlichtweg vergessene Filme fehlen. Aber das Entdecken und Wieder-Entdecken filmischer Highlights entschädigt ohne Zweifel für alle entstehenden grübelnden Strapazen…

Tag 10 – Nenne den lustigsten Film, den du kennst.

Spontan würde ich sagen die lustigsten Filme sind die richtig schlechten. Denn bei diesen Machwerken kann man sich bereits während des Schauens mit Kommentaren über das Dargestellte ironisch auseinander setzen. Und das ist in einer größeren Runde von Mitschauenden amüsanter als jede Komödie. (In einer Folge der Serie „Community“ wird eben dies gezeigt.)

Prinzipiell bin ich aber großer Fan von Parodien, weil die ja zumeist eine versteckte Hommage an das Original sind. Leider wurde dieses Genre durch den hollywoodesken Fortsetzungswahn mittlerweile ja auch schon extrem überstrapaziert (man denke zum Beispiel an die „Scary Movie“-Reihe). Aber die älteren Parodien sind wirklich noch richtig gut. Mel Brooks„Spaceballs“ oder auch „Hot Shots“ sind für mich selbst nach dem zigsten Rescreening für Lacher gut.

Und dann mag ich vor allem britische Komödien im Allgemeinen (der britische schwarze Humor ist definitiv der beste in der filmischen Landschaft) und Monty Python Satire im Besonderen. Daher nenne ich jetzt stellvertretend für Monty Pythons gesamten cineastischen Output einfach mal ihr Meisterwerk „Life of Brian“. Jede einzelne Szene enthält kleine lustige Gimmicks. Die versteckten, nicht sofort offensichtlichen Anspielungen geben sich im kompletten Film die Klinke in die Hand. Neben der bildlichen Belustigung glänzt der Film natürlich vor allem mit großartigen Dialogen („Zur Kreuzigung? Durch die Tür hinaus zur linken Reihe. Jeder nur ein Kreuz.“), genialen komischen Sidekicks (man denke nur an die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa) und einer zwar sporadischen, aber passenden musikalischen Unterstützung (inklusive dem zum Hit avancierten „Always look on the bright side of life“).

„Life of Brian“ ist ja auch nicht umsonst eine der wenigen Komödien, die ich mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Immer wieder gut. Nie langweilig. Gerade im Komödiengenre krankt es ja an der Abnutzung der Gags, was den geneigten Zuschauer bei der Masse der Filme dieses Genres zum einmaligen Anschauen, aber sehr selten zum mehrmaligen Wieder-Anschauen animiert. „Life of Brian“ ist da eine der wenigen positiven Ausnahmen.

Coming up next: Tag 11 – Welchen Film würdest du deinen Kindern zeigen? (Welche Kinder?)

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4 Antworten zu 31 Tage – 31 Filme: Tag 10

  1. Pingback: 31 Tage – 31 Filme: Tag 9 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  2. bullion schreibt:

    Yep, hat in meiner Jugend auf jeden Fall zu einem der lustigsten Filmabende geführt. Obwohl ich damals eigentlich noch viel zu jung war um das alles zu verstehen…

  3. filmschrott schreibt:

    Volle Zustimmung. Brian ist unerreicht, wenn es um Komödien geht.

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