31 Tage – 31 Filme: Tag 12

Der kulturelle Output der Menschheit besteht ja seit nun mehr etwas mehr als 100 Jahren auch aus filmischen Werken, festgehalten auf Zelluloid oder in neuester Zeit auch digital. Im Laufe dieser Jahre und Jahrzehnte entstanden eine unendliche Zahl an Filmen. Zum Weinen, zum Lachen, zum Aufregen, zum Einschlafen, zum Staunen, zum Mitsingen, zum Mitfiebern, zum Erschrecken, zum Verlieben… zum… Na, sie wissen schon, was ich meine.
Die wundervolle Blogserie „31 Tage – 31 Filme“ greift einen Bruchteil dieses filmischen Outputs auf – noch dazu den mir persönlich bekannten – stellt jeden Tag eine bestimmte Aufgabe und lässt mich grübelnd über die für mich optimale Antwort zurück. Entdeckt in der ERGOThek, erfunden und mit Regeln versehen von Lena auf dem To the Lighthouse Filmblog wird meine Wenigkeit ebenfalls einen Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen. Es wird mehr als 31 Tage brauchen. Am Ende sind es sicher auch mehr als nur 31 Filme, die die Tage ausfüllen. Und es werden definitiv viele weitere mir noch unbekannte, nicht benannte oder schlichtweg vergessene Filme fehlen. Aber das Entdecken und Wieder-Entdecken filmischer Highlights entschädigt ohne Zweifel für alle entstehenden grübelnden Strapazen…

Tag 12 – Die/das 7. DVD/Blu-ray/Video in deinem Regal von rechts.

Ich habe eine Sammelleidenschaft, die das monetär Mögliche schon ausnahmslos in Beschlag nimmt. Es ist nicht das Archivieren von Filmen auf DVD oder Blu-ray. Wenngleich es trotzdem zum Großteil aus runden kleinen silbernen Scheiben besteht. Daher ist meine DVD-Sammlung (Blu-rays besitze ich gar nicht) relativ überschaubar. Hinzu kommt, dass die wenigen DVDs nicht in einem speziellen Regal stehen, sondern quer verteilt, wo gerade Platz ist (man kann ja nicht alles so penibel ordnen wie die Musiksammlung). Deshalb kann ich hier (schon wieder) nicht die eine siebte DVD aus dem einen Regal nennen, sondern bin gezwungen drei zu erwähnen. Zwei davon dürften dem geneigten Cineasten wohl bekannt vorkommen. Der dritte Film wahrscheinlich nicht Jedem.

Zum einen in der Abteilung Trilogien der erste Teil der „Matrix“-Filme. Gedreht in einer Zeit, als die Wachowskis noch Brüder und nicht Geschwister genannt wurden. Der Original „Matrix“ ist auch immer noch der definitiv beste der drei Teile, aber der Vollständigkeit halber stehen natürlich auch die beiden anderen Filme daneben. „Matrix“ war damals eine Offenbarung, da der Film so viele mögliche Sichtweisen und Betrachtungsebenen eröffnete. Nicht nur in Bezug auf die Handlung und deren Sinnhaftigkeit, sowie deren theologische, fiktional-technische, philosophische und human-evolutionäre Komponenten. Sondern auch auf der rein filmtechnischen Ebene, die mit zur damaligen Zeit neuen Ideen aufwartete (allen voran der Bullet Time Effekt, der mittlerweile ja in gefühlt jedem zweiten Actionfilm Einzug hält).

Die zweite siebte DVD von rechts ist ein (mittlerweile) romantischer Filmklassiker: „Sleepless in Seattle“. Neben „Harry and Sally“ ist dies wohl der bekannteste Film mit Meg Ryan, die hier den Part der nach der wahren Liebe suchenden Frau einnimmt und über einige Umwege auf dem Dach New Yorks (dem Empire State Building) auf eben diese Liebe in Person von Tom Hanks trifft. (Nebenbei eine wunderbare Reminiszenz an den Film „An affair to remember“ mit Deborah Kerr und Cary Grant, der auch sonst verbal im Film zitiert wird.) „Sleepless in Seattle“ ist großartiges RomCom-Kino aus einer Zeit als RomCom noch nicht zu einem Allerweltsmittel (und somit zu cineastischem Einheitsbrei) verkommen war. Immer wieder mal sehenswert.

Und dann wäre da noch eine dritte DVD, die mit einem meiner liebsten deutschen Schauspieler aufwartet. „Im Sog der Nacht“ erzählt in hollywoodesker Roadmovie Action-Manier die Geschichte dreier Personen, die einen Banküberfall begehen und auf der Flucht nach und nach den eigenen Ängsten, Emotionen und Erwartungen erliegen, die im Umkehrschluss zu Differenzen und psychischen, wie physischen Kämpfen zwischen den Protagonisten führen. Neben Lena Dörrie in der weiblichen und Nils Althaus in einer der männlichen Hauptrollen, glänzt Stipe Erceg als katalysatorische Komponente des Trio Infernale und zeigt auch hier wieder einmal sein Talent für die abseitigen, undurchschaubaren, aber oft extrem enervierenden Charaktere. Derlei Rollen sind schon fast ein Markenzeichen von Stipe Erceg, der auch rein optisch ein unverwechselbarer Schauspieler ist.

Coming up next: Tag 13 – Welcher Film landete zuletzt aus einem Spontankauf in deinem Regal? (Oh, das wird ein Klassiker. Ein wahrer Klassiker.)

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