Top 10 – Filmzitate

Verflucht noch mal! Was mach ich bloß hier? Wie bin ich bloß in diese Scheiße geraten?Ach ja. Ein Stöckchen war es. Geworfen von der lieben Ergo. Dieses Mal darf ich oder muss ich sogar zitieren und kann meine eigene Kreativität außen vor lassen. Es geht nämlich um die zehn besten Filmzitate. Moment, ich flitz kurz los und hol schnell das Stöckchen. Aber wenn ich zurück bin, will ich nichts hören von wegen: Wie siehst du denn aus? Biste gerannt?

Also, wo waren wir stehen geblieben? Rosebud? Nein, das war es nicht. Richtig. Die zehn besten Filmzitate. Das war es. Hier sind sie in Verbindung mit dem Hinweis, das die Nummerierung keinerlei Platzierung darstellt, sondern nur dem stupiden einfachen Zählen dient…

(1) „Blues Brothers“ (1980)

Der wohl kürzeste und dabei doch coolste Filmdialog stammt aus einem der besten Musikfilme ever. Grandios!

(2) „Kill Bill Vol. 1“ (2003)

Filmzitate können ja auch in geschriebener Form im Film auftauchen. Ein bekanntes Insert ist aus „Life of Brian“ zu Beginn der Bergpredigtszene: Judea A.D. 33 – Saturday Afternoon – About Tea Time. Monty Python Humor. Ich liebe es. Ein weiteres Filminsert aus meinem liebsten Quentin Tarantino Streifen soll hier als Beispiel dienen und in der Top 10 Liste verweilen:

Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird. (altes klingonisches Sprichwort)

Womit die Handlung von „Kill Bill“ auch schon eindeutig beschrieben ist.

(3) „Casablanca“ (1942)

Die alten Klassiker aus den 1940er/1950er Jahren sind auch immer eine wahre Fundgrube für spritzige, kurze, knackige Dialoge, die einen zum Schmunzeln bringen. Damals waren die Männer noch Machos und cool bis in die Zehenspitzen und brauchten daher auch stets einen weiblichen Gegenpart, der standhaft und gewitzt Paroli bot. Zwei wundervolle Beispiele sind Cary Grant und Ingrid Bergman in Hitchcocks „Notorious“, die (k)ein Mantelproblem haben: Brauchen Sie einen  Mantel? – Sie genügen mir. und ebenfalls wieder Cary Grant, mit der bezaubernden Audrey Hepburn im Film „Charade“: Kennen wir uns? – Wieso? Sollten wir uns kennenlernen? Nur einer kann das noch toppen, der gute alte Humphrey Bogart als Rick in „Casablanca“:

Nicht zu fassen. Von allen Kaschemmen der ganzen Welt kommt sie ausgerechnet in meine.

Sie ist in diesem Fall wieder einmal Ingrid Bergman, der er dann später auch noch in die Augen schaut. Ihr wisst schon.

(4) „Diamonds are forever“ (1971)

Wo wir gerade die Frauenhelden und Charmeure am Wickel haben, darf Bond, James Bond natürlich nicht fehlen:

Ein hübsches kleines Nichts, das sie da beinahe anhaben.

(5) „Clueless“ (1995)

Apropos ein Hauch von Nichts:

Calvin Klein zieht halt an.

(6) „Dogma“ (1999)

Gott ist auch jemand, der gern mal für Filmzitate herhalten muss. Bill Murray zum Beispiel grübelt in „Groundhog Day“ darüber: Ich bin ein Gott, ich bin nicht der Gott. Glaub ich jedenfalls. In anderen Filmen wird gleich mal eine ganze Nation denunziert: Gott hat den Alkohol erfunden, damit die Welt nicht von Iren beherrscht wird. Meint zumindest Val Kilmer in „The Ghost and the Darkness“. Und in „Dogma“ wird dann geklärt, wie Gott überhaupt so ist:

Gott? Oh, einsam, aber witzig. Er hat einen tollen Sinn für Humor. Sex, zum Beispiel. Nichts ist witziger als die lächerlichen Gesichter der Menschen beim Sex. – Sex ist im Himmel ein Witz? – Soweit ich das verstehe, ist das hier unten doch auch nicht anders.

(7) „Ghostbusters“ (1984)

Von Gott zu Geistern, guten und bösen. Die Bösen haben im Film „Ghostbusters“ definitiv keine Chance, denn:

Wir hatten das Werkzeug und wir hatten das Talent.

Ein unschlagbare Kombination.

(8) „M*A*S*H“ (1970)

Werkzeuge benutzen Soldaten auch. Bei denen heißen die dann meist Gewehr. Manchmal kommen aber auch die schweren und vernichtenden Werkzeuge zum Einsatz. In „Apocalypse Now“ klingt das dann bei Robert Duvall am Tag danach so: Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen. Ob das Hawkeye, Mayor ‚Hot Lips‘ O’Houlihan (Oh, eine Irin!) und Co. von „M*A*S*H“ ebenfalls liebten, bleibt ungeklärt. Geklärt wird dort aber die medizinische Versorgung:

Weiß jemand, ob das ein Offizier oder ein einfacher GI ist? – Ein einfacher GI. – Dann mach große Stiche!

Na hoffentlich stirbt der arme Kerl nicht.

(9) „C’era una volta il west“ (1968)

Falls dies doch passieren sollte, wird ihm vielleicht noch das Lied vom Tod gespielt. In selbigen Film sterben ja auch einige, wie Charles Bronson zu berichten weiß:

Ich hab schon mal drei solche Mäntel gesehen. Sie haben am Bahnhof auf jemanden gewartet. In den Mänteln waren drei Männer und in den Männern drei Kugeln.

Bronson brauchte an besagtem Bahnhof auch nur ein Pferd.

(10) „When Harry met Sally“ (1989)

Verabschieden wir uns von Tod und Verderben. Am Ende gibt es eines der besten Filmenden und eines der schönsten Filmzitate. Harry, it’s your turn.

Damit habe ich das mir zugeworfene Stöckchen hoffentlich zur Zufriedenheit beantworten können. Danke dafür, liebe Ergo. Wer mag, darf es gern aufnehmen und weiter tragen, sofern es beliebt. Ich jedenfalls fand das alles sehr hübsch. Wir sind doch schließlich alle irgendwie weitergekommen, spirituell, dramatisch, menschlich. Nun bleibt mir nur noch zu sagen: Ich muss gehen und was für meine Berühmtheit tun. Obwohl ich dann wahrscheinlich bloß wieder zu hören bekomme

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17 Antworten zu Top 10 – Filmzitate

  1. friedlvongrimm schreibt:

    Sehr schön. Als ich mal „clueless“ geschaut habe, war ich ziemlich geschockt über die Erwähnung Nine Inch Nails‘. Hätte ich für meine Top 10 eigentlich auch verwenden sollen.

    • Stepnwolf schreibt:

      An das NIN-Zitat kann ich mich nicht mehr erinnern, aber da kommen ja ständig irgendwelche Musik-, Literatur- etc. Anspielungen. „Do you like Billie Holiday? – I love him.“ 🙂 … „Clueless“ ist cool!

  2. bullion schreibt:

    Auch ein paar herrliche Zitate. Speziell „Ghostbusters“ geht natürlich immer! 😀

    • Stepnwolf schreibt:

      „Ghostbusters“ habe ich letztens nach sehr langer Zeit (und in Erinnerung an Harold Ramis R.I.P.) mal wieder gesehen. Ist immer noch ein großer Spaß. Auch nach so vielen Jahren.

  3. Wortman schreibt:

    Bronson hatte ja ein paar Pferde zur auswahl. Gutes Zitat – ebenso das knackige Ding von Jake und Elwood 😀

  4. ER.GO schreibt:

    Danke, dass du das Stöckchen gefangen hast. Freut mich sehr. Und sehr geschickt ein paar Extra-Zitate miteingebaut. Schöne Idee. Die Top 10 sind natürlich auch top! Besonders gut finde ich, dass Clueless dabei ist. 🙂

    • Stepnwolf schreibt:

      Ach, da waren Extrazitate dabei? Hab ich gar nicht bemerkt. 😉 „Clueless“ fand ich super. Ich war halt auch ein bisschen in Alicia Silverstone verschossen. Teenagerliche Gefühle halt, wie du an anderer Stelle so schön erwähntest.

      • ER.GO schreibt:

        Haha … Ja! Aber ich werds nicht weitersagen. 😉

        Oh in Alicia verschossen. Kann ich verstehen. Ich fand sie auch als Mädchen sehr cool und ziemlich sexy. Was macht sie denn heute so. Das letzt Mal habe ich sie bei „Suburgatory“ gesehen, aber das war ihrer nicht gerade würdig …

  5. singendelehrerin schreibt:

    Ach, du bist eh schon beworfen worden… 😉 Blues Brothers habe ich auch dabei in meiner (ersten) Liste: http://singendelehrerin.wordpress.com/2014/08/27/top-10-filmzitate/

    Beim Thema „Harry und Sally“ fällt mir jetzt natürlich „I’ll have what she’s having“ nach Sallys „Orgasmus“ im Restaurant ein. Ach, herrlich! 😀

    • Stepnwolf schreibt:

      Ja, „Harry und Sally“ hat auch einige wunderbare Zitate. Wobei das „Orgasmus“ Zitat auch nur in Verbindung mit der Szene funktioniert. Ist aber immer die Szene, die ich Menschen beschreibe, die nicht gleich wissen, welchen Film ich meine. Dann macht es meistens Klick. 😉

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