31 Tage – 31 Filme: Tag 13

Der kulturelle Output der Menschheit besteht ja seit nun mehr etwas mehr als 100 Jahren auch aus filmischen Werken, festgehalten auf Zelluloid oder in neuester Zeit auch digital. Im Laufe dieser Jahre und Jahrzehnte entstanden eine unendliche Zahl an Filmen. Zum Weinen, zum Lachen, zum Aufregen, zum Einschlafen, zum Staunen, zum Mitsingen, zum Mitfiebern, zum Erschrecken, zum Verlieben… zum… Na, sie wissen schon, was ich meine.
Die wundervolle Blogserie „31 Tage – 31 Filme“ greift einen Bruchteil dieses filmischen Outputs auf – noch dazu den mir persönlich bekannten – stellt jeden Tag eine bestimmte Aufgabe und lässt mich grübelnd über die für mich optimale Antwort zurück. Entdeckt in der ERGOThek, erfunden und mit Regeln versehen von Lena auf dem To the Lighthouse Filmblog wird meine Wenigkeit ebenfalls einen Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen. Es wird mehr als 31 Tage brauchen. Am Ende sind es sicher auch mehr als nur 31 Filme, die die Tage ausfüllen. Und es werden definitiv viele weitere mir noch unbekannte, nicht benannte oder schlichtweg vergessene Filme fehlen. Aber das Entdecken und Wieder-Entdecken filmischer Highlights entschädigt ohne Zweifel für alle entstehenden grübelnden Strapazen…

Tag 13 – Welcher Film landete zuletzt aus einem Spontankauf in deinem Regal?

Wie bereits zuvor bei Tag 12 erwähnt, kaufe ich relativ selten Filme auf haptisch zu fassenden Filmträgern. Daher liegt mein letzter Spontankauf nun auch schon geraume Zeit zurück. Bei einer dieser typischen amazonschen (Ja, ich kaufe dort ein. Mea culpa.) Aktionen namens „Kauf 4, zahl 3“ oder so ähnlich, hatte ich die „Godfather“-Trilogie erworben. Da die nur aus drei DVDs besteht (welch Überraschung) fand auch noch ein vierter Film seinen Weg in den virtuellen Warenkorb. Und das war ein wahrer, tatsächlicher Klassiker. Bedingt durch meine enthusiastische Hinwendung (Fantum gibt es ab einem bestimmten Alter ja nicht mehr) zu Filmen der hochverehrten, formidablen Audrey Hepburn und weil ich hier sogar das gleichnamige Buch gelesen hatte (aufgrund eines anderen Filmes, der ein ganz anderes Buch des gleichen Autors als Handlungsgrundlage verwendet), kam ich in den Besitz von „Breakfast at Tiffany’s“.

In diesem Film glänzt und strahlt Audrey Hepburn als Holly Golightly gar wundervoll. Es ist immer wieder sehenswert den kleinen Macken zuzusehen, der Schusseligkeit, der kindlich verträumten Verrücktheit, aber auch der traurigen Verletzlichkeit, die sie in „Breakfast at Tiffany’s“ offenbart. Das ist wahrlich großes Schauspiel und zeigt nicht zuletzt, dass sie solch eine zwiegespaltene Person wie Truman Capotes Romanfigur Holly Golightly mit Bravour zum Leben erwecken kann. Davor ziehe ich den schicken Designerhut. Aber auch George Peppard als der arme, sich in das (heute würde man wohl sagen) It-Girl verliebende, männliche Gegenpart Paul (‚Fred‘) Varjak liefert ein amüsantes Schauspiel ab. Für ihn ist Holly nicht nur die Frau seiner Wünsche und Träume, sondern auch gleichzeitig die Muse, die seine verschollen gegangenen schriftstellerischen Ambitionen wieder reanimiert. Insofern helfen sich beide auf gewisse Art gegenseitig aus der Misere.

Die Interaktion zwischen beiden führt zu unglaublich – nachhaltig im Gedächtnis sich festsetzenden – Szenen, wie die ausartende Party oder die Shoppingtour mit End- und Höhepunkt beim Juwelier Tiffany’s. Neben Hepburn und Peppard als ‚duo infernale‘ agiert in einer extrem überzeichneten Rolle Mickey Rooney als japanischer Nachbar, der sich ständig von seiner Hausbewohnerin Ms. Golightly gestört fühlt – was gar lustige Dialoge und Szenen hervorbringt. Nicht vergessen darf man ausserdem eine der berühmtesten Melodien der Filmgeschichte, die die junge Generation wohl eher aus der Filmparodie „Der Schuh des Manitu“ und mit Mundharmonika kennt, die ältere aber immer mit Audrey Hepburn, einer Gitarre und dem Film „Breakfast at Tiffany’s“ verbinden wird (so ist zumindest zu hoffen).

Selbst wenn der Film im Finale sein hollywoodtypisches Happy End bekommt – und somit vom Buch abweicht – ist dies nicht kitschig, sondern großartig. Das würde bestimmt auch Cat, der Stubentiger und Running Gag des Films, ohne Umschweife so sagen.

Coming up next: Tag 14 – Welcher Film hat die schönste Musik? (Schwer, sehr schwer.)

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