Liebster Award I

Das neue Jahr startet mit zwei Auszeichnungen. Nicht nur liebliche, sondern sogar die liebsten sind es geworden. Nominiert für den „Liebsten Award“ wurde meine Wenigkeit von der liebreizenden Frau von Grimm, das Friedlsche oder auch herzallerliebste Franzitier, deren Fragen ich hier im ersten Teil ausführlichst zu beantworten versuche. Im späteren Verlauf (und einem gesonderten zweiten Teil) werde ich mich dann den fraglos ebenso interessanten Fragen der fragenden, ääääh sorry, singenden Lehrerin annehmen. So lasset die Fragerei beginnen.

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Frau von Grimms elf Fragen

1. Welcher Film fängt deine Persönlichkeit am besten ein?

Eindeutig: „Der mit dem Wolf tanzt“. Und alle anderen Filme, in denen Wölfe vorkommen. Was sollte ich als Wolf da auch anderes drauf antworten?

2. Hat dein Blog therapeutische Wirkungen auf dich?

Eigentlich nicht. Ich schreibe nicht um mich von irgendetwas oder irgendjemand zu therapieren, sondern weil ich meine Meinung oder auch Gedanken schon immer am besten in schriftlicher Form kommunizieren konnte. Ohne therapeutische Hintergedanken. Wenngleich der eine oder andere Beitrag vielleicht auch therapierend wirken kann. Dann geschieht das aber unbewusst und nicht, weil ich es direkt darauf angelegt hätte.

3. Welche Reaktionen auf Beiträge haben dich positiv überrascht?

Als diplomierter Optimist, der ich bin, gehe ich natürlich grundsätzlich immer davon aus, dass alle Reaktionen auf Beiträge positiver Natur sind. Jede Reaktion, egal wie sie auch oberflächlich ausfallen sollte, ist im Inneren positiv. Wenn auch im Endeffekt vielleicht nur als Aufforderung zu Verbesserungen. Deshalb bin ich auch niemals nicht überrascht. Und? Überrascht?

4. Kannst du in der digitalen Landschaft mit negativer Resonanz umgehen?

Wenn wir die negative Resonanz auf das Niveau konstruktiver Kritik, hintergründiger Vorschläge und fundierter Kommentare oder Diskussionen heben, kann ich damit umgehen. Derlei Resonanz bringt Schluss endlich nämlich Ergebnisse, die weiterführend sind. Leider wird die digitale Landschaft vorwiegend für sinnlose Kommentare ohne relevante Inhalte, für Hetze oder Beleidigungen, für Diffamierung von Andersdenkenden, -fühlenden, -lebenden etc.pp. genutzt. Der Vorteil der Anonymität stellt sich in diesem Fall als besonders nachteilig heraus. Mit so etwas gehe ich dann nicht um, das ignoriere ich.

5. Für welche Band würdest du um die halbe Welt reisen, wenn sie 2015 ein Konzert spielen würden?

Ganz klar: The Beatles. Das Bedarf keiner weiteren Erklärung. Das ist ein unumstössliches Faktum!

6. Was war dein Lieblingswort 2014?

Atemlos…

Ach, das Lieblingswort. Sorry, falsch gelesen.

Als Freund der Worte liebe ich grundsätzlich alle Worte. Daher fällt es mir schwer ein besonderes Wort in den Status der Gott gleichen Einzigartigkeit zu erheben. Oder so ähnlich…

7. Bist du Befürworter der These, dass Künstler (egal, ob Filmschaffende, Musiker, Maler etc.) nur etwas großartiges erschaffen können, wenn sie unglücklich sind? Warum?

Ich bin nicht per se ein Befürworter diese Annahme. Auffallend ist natürlich schon, dass es immer die melancholischen, herzschmerzenden, traurigen, depressiv-deprimierenden, verloren-scheinenden Werke von Künstlern jedweder Coleur zu größerem Ruhm schaffen. Ob dieses unglückliche Gefühl allerdings auf den Erschaffer an sich oder doch eher auf das rezipierende Publikum projiziert werden kann, bleibt ungeklärt.

8. Welche Selbstmordmethode würdest du wählen?

Ich liebe das Leben und da ich nur dieses eine (an das ich mich erinnere) besitze, habe ich noch nie über eine bevorzugte oder favorisierte Selbstmordmethode nachgedacht. Eines ist aber unabdingbar: Ich bräuchte dazu den passenden Soundtrack of Death. So als letztes Vorspiel auf ein dann abruptes Ende. Denn abrupt sollte das Ende dann schon sein. Verzögerungen dürfen dabei nicht auftreten, würde dies doch das zu beendende Leben nur noch mehr verlängern. Was der eigentlichen Intention dann doch zuwider läuft. Wie man sieht, baut sich da vor mir ein unüberwindbares Paradoxon auf. Ich glaub, ich geh mal leben…

9. Welchen Genremix würdest du gerne mal auf der Leinwand sehen?

Kann man denn einen GenRemix auf einer Leinwand sehen? Bei Remixen denke ich eher in akustischer Dimension. Und was sollte denn ein genetischer Remix sein? Ganz zu schweigen von der Leinwand. Ist die aus Leinen? Das ist aber keine wirklich stabile Wand. Die lässt sich sicher sehr schnell zum Einsturz bringen. Fast so schnell wie Neubauten. Apropos: Ich brauch Bargeld. Muss mir eine neue Leinwand kaufen, um genetische Remixe von Wänden zu erschaffen. Das wird ein bildhaftes Kunstwerk aus Alkohol und Farbe. Ich nenne es die blaue Periode. Wie, das gibt’s schon? Echt? Egal. Lieber gemixt als geschüttelt. Glaube ich zumindest. Wie war die Frage?

10. Welche Musik empfindest du als zeitlos schön?

Für mich gibt es ein Instrument, dass ich als zeitlos schön empfinde, weil es das ganze Repertoire an Gefühlen so wunderbar dominant musikalisch umsetzen kann: das Klavier. Zeitlos definiert ja das Überbrücken von nicht enden wollenden zeitlich aufeinander ab folgenden Perioden der (in dem Fall explizit) Menschheitsgeschichte. Da sich über einen größeren Zeitraum die Sprache derart wandeln kann, das spätere Generationen vielleicht gar nicht mehr den Sinn bestimmter textlastiger Musik ergründen können (Text, der zweifellos gerade in der Popmusik wichtig ist oder zumindest sein sollte.), beschränkt sich meine Wahl auf instrumentale Musik. Kombinieren wir dies nun mit meiner Vorliebe für das Klavier, berücksichtigen die schon sehr viel länger als Popmusik existierende klassische Musik (der unterschiedlichsten Epochen) und fügen die emotionalisierende Komponente hinzu, lande ich am Ende bei Frederic Chopin. Quod erat demonstrandum.

Ich hätte auch einfach sagen können:

„Remember that piano? So delightful unusual, that classic sensation, sentimental confusion.“

11. Glaubst du, dass man in der heutigen Zeit noch etwas wahrhaftig originelles kreieren kann?

Die Frage ist sehr offen gefasst. Da sich die Menschheit ständig weiter entwickelt, wird sie auch weiterhin originelle Dinge kreieren, sei es in der Kunst, Kultur oder Wissenschaft und Technik. Originell ist am Ende eh das, was man selbst als der Erschaffer als eben dies empfindet. So viel Egomanie oder sogar Narzissmus gehört dann doch dazu, um etwas Originelles entstehen zu lassen. Ich finde ja, die Antwort ist jetzt wahrhaftig originell. Punkt.

Ich hoffe, die werte Frau von Grimm (und alle sonstigen Leser) fanden Gefallen an der einen oder anderen Antwort. Das Reglement des „Liebster Award“ schreibt nun vor selbst kreativ zu werden und ebenfalls elf Fragen zu kreieren und sie an bis zu elf auserwählte andere Blogger weiter zu reichen. Beginnen wir mit den wölfischen Fragen und tasten uns dann geräuschlos zu den zu nominierenden Bloggern vor.

Meine elf Fragen…

  1. Warum heißt dein Blog so wie er/es heißt?
  2. Wenn dein Blog ein Film wäre, welches Genre bedient er/es und wer spielt darin die Hauptrolle?
  3. Bist du eher der stille Genießer oder der lautstarke Unterstützer?
  4. Was gab bei dir den Anstoss zu Bloggen?
  5. Massenpublikum oder spezielle Freak/Geek-Show?
  6. Kopf oder Herz?
  7. 2014 – für dich persönlich Fluch oder Segen?
  8. Welche Serie gehört 2015 zu deinem Pflichtprogramm und warum?
  9. Welches Lied charakterisiert dich am ehesten?
  10. Welchen fiktiven Ort würdest du zu deinem persönlichen Wohnsitz bestimmen?
  11. Und wer würde dort zu deinen liebsten Nachbarn zählen (links, rechts und auf der gegenüberliegenden Straßenseite)?

… und die Auserwählten, die Creme de la Creme

oder Chrom de la Chrom. Will mir nicht so wirklich einfallen. Ich habe so das Gefühl, dass alle irgendwie bereits schon einmal nominiert wurden. Deshalb möchte ich ungern irgendjemand speziell dazu anhalten, die mit viel Liebe ausgearbeiteten Fragen zu beantworten. Also nominiere ich halt alle, die bisher in meiner recht überschaubaren Follower (einmal wollte ich das Wort doch mal nutzen) – Liste stehen (in no particular order):

reda, jimmee, Ribba – Das CinemaScope, pgeofrey, emily, behoerdenstress13, hicemusic, reverendpeter, Schlopsi, Andreas Lehner, Stadtbibliothek Wolfsburg, themagnoliablossom, Call Me Appetite, littlemakeupworld, Ken Takel, crystalix431, Cat, friedlvongrimm, belysnaechte, kinomensch, deydukauajoss, Caro – Alles super., inacor, filmschrott, filmimdialog, Miss Booleana, paulfehm, Gorana, St._Moonlight

…sowie der nicht erfasste, still diese Seite verfolgende Rest des Universums.

Keiner muss, jeder kann. Wie es beliebt. Ich bin ja so was von spannend. 🙂

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3 Antworten zu Liebster Award I

  1. friedlvongrimm schreibt:

    Ahaha, genial hast du das gemacht. Tolle Gedanken zum Genremix. *lach*
    Und danke für die neuen Fragen. Das wird in den nächsten Wochen auch noch gemacht.

  2. Pingback: LIEBSTER AWARD QUADRILOGY (MEHR ODER WENIGER) INTELLIGENTE ANTWORTEN AUF INTERESSANTE FRAGEN #5 | Filmschrott

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