Blogparade 6×6: Die Top Sex der erotischsten Szenen im Film

Ich weiß jetzt nicht, ob die Idee zu dieser Blogparade einen nur zufälligen Zusammenhang mit dem gerade vergangenen Valentinstag und dem ebenfalls vor kurzem erst gestarteten ‚Aufreger‘-Film „50 Shades of Grey“ hat oder doch gewollt war, aber die Singende Lehrerin fordert die werte Bloggergemeinschaft zum Innenfight mit viel Körperkontakt auf. Da bin ich doch gern dabei und ziehe mal die Samthandschuhe an, um den Körperkult im Kino zu sezieren. Gefragt wird nach den sechs erotischsten Filmszenen, die meiner einer in seinem siebähnlichen Gedächtnis noch irgendwo verankert hat. Solch Mainstreamszenen, wie zum Beispiel der DiCaprio/Winslet-Titanic-Hand-an-Autoscheibe-Part springt wahrscheinlich jedem sogleich vor das innere Auge. Manche Werke wiederum, wie Bernardo Bertoluccis „Die Träumer“ könnte gleich komplett genannt werden. Daher lassen wir das mal aussen vor und wenden uns anderen erinnerungswürdigen Ausschnitten erotischer Bildkunst im Film (und bei mir nur im Film) zu.

!!!Parental Advisory: Explicit Content!!!

Wir gehen auch sofort und ohne Vorspiel in medias res und lassen die verehrte Miss Salma Hayek den Anfang machen.

FROM DUSK TILL DAWN (Robert Rodriguez, 1996)

Dazu nur so viel: Wer würde da nicht gern die Schlange sein?

BLACK SWAN (Darren Aronofsky, 2010)

Okay, ich gebe zu, das dies an meinem Crush für Natalie Portman liegt. Aber die Traumszene der Protagonistin Nina Sayers (alias Portman) in bed with her Tanzkonkurrentin Lily (alias Mila Kunis) ist zwar relativ kurz, aber extrem knackig. Und das war jetzt nicht (nur) auf die Körper bezogen.

natalie-portman-mila-kunis-black-swan-kiss

WILD THINGS (John Naughton, 1998)

Natürlich kann in diesem an mehreren Stellen erotisch aufgeladenen Film aus meiner männlichen Sicht nur die eine Szene für würdig erachtet werden hier aufzutauchen. Die Menage a trois zwischen Matt Dillon und seinen zwei (in mehrerlei Hinsicht) Gespielinnen Denise Richards und Neve Campbell. Während erstere in Naughtons Werk die durchweg nacktere Rolle einnahm, war letztere für mich der eigentliche Grund diesen Film zu schauen. Am Ende gewinnt bei mir doch immer eher die versteckte als die offenherzige Erotik und somit also Neve Campbell.

 

STOKER (Park Chan-Wook, 2013)

Apropos versteckte Erotik. Dieser Ausschnitt bietet zwar keinerlei nackte Haut, ist aber (sofern man die bis dahin erzählte Handlung aufmerksam verfolgt hat) eine sehr gekonnt inszenierte erotisch elektrisierende Szene. Außerdem: Mia Wasikowska! Zum Niederknien!

So. Damit kommen wir nun aber doch mal zu den tatsächlich explizit dargestellten Sexszenen im Film, fernab vom eigentlichen Genre des Porno und unter Vernachlässigung so ziemlich jeden Lars von Trier Werkes. 😉 Exemplarisch für die auf der einen Seite harte Variante steht hierbei…

MONSTER’S BALL (Marc Forster, 2001)

Die berühmt-berüchtigte „Make me feel good“-Szene zwischen Halle Berry und Billy Bob Thornton ist vor allem im Hinblick auf die im Film aufgebauten Konstellationen dieser beiden Charaktere hochbrisant. Dennoch ist den Bildern die ihnen innewohnende Erotik kaum zu nehmen.

… und auf der anderen Seite für die gefühlvolle weiche Variante ein aktueller und beeindruckender Film namens…

LA VIE D’ADELE (Abdellatif Kechiche, 2013)

Mal abgesehen davon, das dieser Film eine wunderbare Ode an die Lust und das Leid der universellen Liebe darstellt, lassen sich einige äußerst anregende Szenen darin finden. Insbesondere die Kennenlern-Phase der beiden weiblichen Protagonisten Adele (überragend gespielt von Adèle Exarchopoulos) und Emma (nicht weniger enervierend zum Leben erweckt von Léa Seydoux) knistert nur so vor erotischer Spannung. Das beginnt bereits beim ersten Augenkontakt, wird emotional hautnaher in der anschließenden Park-Szene und endet hochexplosiv-eruptiv in der langen, ausführlich und extrem nah fotografierten ersten Liebesnacht. Man kann den Schweiß und die Erregung der beiden zuckenden Körper nicht nur sehen, sondern auch selbst spüren. Kechiche erschafft einprägsame, ikonische Bilder der Liebenden. Von mir gibt es hier nur die Vorglühphase zu sehen: der erste Kuss zwischen Adele und Emma. Fühlt ihr das Knistern und das sanfte Kribbeln?

Abgesehen vom letzten Film sind die sechs auserwählten prickelnd animierenden Bilder ohne irgendeine geartete Rangfolge. Wer jetzt Lust bekommen hat eine eigene Top 6 (bitte eindeutig zweideutig lesen) aufzustellen, möge sich nicht davon abhalten lassen. Nur nicht vergessen, die werte Singende Lehrerin zu verlinken und sie kommentatorisch über eure Teilnahme zu informieren. Damit seid ihr alle entlassen. Kommt doch bald wieder (darf je nach Wunsch auch eindeutig zweideutig gelesen werden).

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16 Antworten zu Blogparade 6×6: Die Top Sex der erotischsten Szenen im Film

  1. bullion schreibt:

    Ah, natürlich, „Wild Things“ bzw. „Sex Crimes“ – den hatte ich damals in Paris im Kino gesehen: war ziemlich hot, obwohl ich aufgrund der Sprache nur die Hälfte, wenn überhaupt, verstanden hatte… 😉

  2. Nummer Neun schreibt:

    Blau ist eine warme Farbe habe ich vor ein paar Wochen gesehen und fand ihn wirklich gut. Was nicht nur an den expliziten Sexszenen der beiden Hauptdarstellerinnen lag 😉 Auch das Erwachsen werden war wunderbar in Szene gesetzt.

    • Stepnwolf schreibt:

      Ja. Der Film ist im Kern ja auch eine Mischung aus Coming of Age und Liebesfilm. Und auch wenn hier eine lesbische Beziehung und deren Höhen und Tiefen gezeigt wird, lässt sich dies doch auf die Liebe (jedweder Art) übertragen. Definitiv sehr sehenswert…

  3. Wild Things fand ich zu spekulativ und in gewissem Sinne auch nicht sexy. Ich wäre aber wohl auch eher für Neve.

    Was ich bei der warmen Farbe interessant finde, ist daß die Sexsache da vielleicht 6 Minuten von guten 3 Stunden Film einnimmt, aber sich sehr viele nur daran aufgehangen haben. Und wenn in den Kritiken dann noch die Rede davon war, daß es eine Projektion männlicher Gedanken sei, dann verstehe ich auch irgendwie nicht, warum so viele Frauen auf sowas stehen. Ich fand den jedenfalls auch ganz nett.

    • Stepnwolf schreibt:

      Die öffentliche Kritik muss sich ja immer auf das die Aufmerksamkeit am ehesten animierende Thema stürzen und Sex dürfte in dieser Liste wohl ziemlich weit vorn siedeln. (Man denke nur an den erneuten derzeitigen „50 Shades of Grey“ Hype.) Ob die Sexszene tatsächlich nur eine Projektion männlicher Gedanken ist (dem Regisseur wurde dies ja vorgeworfen), kann ich nicht sagen. Da müsste man mal lesbische Paare fragen, wie die diese filmische Umsetzung sehen. Im Film bildet es ja eigentlich nur den Rahmen für die Selbstfindung einer jungen Frau im Leben, der Gesellschaft und der Partnerschaft und dem ganzen Rest…

  4. friedlvongrimm schreibt:

    Oh ja, mit „Stoker“ hast du mich gekriegt. Musste den glatt zweimal im Kino sehen, um diesen Matthew Goode zu verarbeiten.

  5. singendelehrerin schreibt:

    Na, endlich mal ein Mann, der ein paar mehr Szenen mit lesbischer Erotik (naja, und der flotte Dreier ist ja eh so ein Traum aller Männer, gell? 😉 ) hat! SO stellt frau sich das vor… 😀

    „La Vie d’Adèle“ wollte ich mir allerdings auch schon lange mal ansehen, wobei mir explizite Sexszenen zwischen Frauen nicht per se etwas geben. Wenn aber die Chemie stimmt, ist es mir schon egal, ob das jetzt Frau+Mann, Mann+Mann oder Frau+Frau ist.

    „Monster’s Ball“ hatte ich auch immer wieder im Kopf, aber die Szene ist mir fast etwas zu explizit, um noch „erotisch“ zu sein. Schwer zu erklären…

    Die Szene am Klavier („Stoker“) ist fantastisch! Dagegen ist „Wild Things“ nicht so meins, da gefallen mir weder die Frauen besonders (wenn, dann noch Neve), noch der Typ – Matt Dillon geht für mich GAR nicht, wenn’s um Erotik geht!

    Danke fürs Mitmachen! 🙂

  6. Pingback: Media Monday #191 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

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