Die AudioVision zum Monat

… Februar …

In zwei Jahren gibt es ein großes Jubiläum. Und nein, ich meine nicht den lutherischen Thesenanschlag an die morsche katholische Holztür der Kirche zu Wittenberg. Obwohl das natürlich auch ein revolutionärer Akt war. Vielmehr wird dann etwas weiter östlich von meinem hier auf der Erde gewählten Wohnmittelpunkt aus betrachtet einer, eigentlich sogar zwei Revolutionen gedacht: Der Februar- und der Oktoberrevolution in Russland. Einhundert Jahre später – und mit dem Wissen um die derzeitige Lage innerhalb und an den Grenzen des putinschen Reiches – ist die Zeit vielleicht ja mal wieder reif für ein erneutes Stürmen irgendeines historisch und politisch relevanten Gebäudes, um dadurch ikonischen Charakter zu erlangen (visuell erfahrbar bei Herrn Eisenstein). Ich wüsste dann sogar einen Ort, wo man all den überflüssigen Ballast der russischen Politik abladen könnte. In Sibirien entstehen ja immer mehr Krater. Da passt viel rein. Ballast los werden will auch Griechenland. Explizit den sich hoch auftürmenden Schuldenberg. Der Retter mit der Schippe in der Hand ist der einvernehmlichen (medialen) Meinung nach der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Oder ist er eher der Stein des Anstosses? Man weiß es nicht genau. Und passt sich damit der allgemeinen Situation perfekt an.

Der visuelle Februar (kombiniert drei der erwähnten Dinge. Die Erklärung folgt sogleich. Also dran bleiben.):

Und, hat es jemand erraten? Natürlich haben wir da erstens den Varoufakis – Faktor, begegnet uns zweitens die allgemeine Kapitalismuskritik (und das griechische Opfer) in Guy Fawkes Maske und symbolisiert jener drittens generell aufrührerische Aktionen. Nun aber genug davon. Wenden wir uns den wirklich wichtigen Ereignissen des zurückliegenden Februars zu.

Denn es gab einige Entscheidungen zu treffen. Die Hamburger zum Beispiel wählten ihr neues (und altes) Oberhaupt. Aber keinen (nicht mal die Hamburger) interessierte es. Die Hollywoodianer wählten die besten Filme des letzten Jahres. Aber trotz der an politische Wahlen erinnernden drögen Veranstaltung interessierte es doch sehr viel mehr Erdbewohner. Oscar 1, Olaf 0. Die Aufmerksamkeit zog ein Kleid an… Moment. Falscher Satzbau und Wortwahl… Die meiste Aufmerksamkeit zog allerdings ein Kleid auf sich. Und da ich als Wolf zur blauen Farbe tendiere, war meine Wahl in der #dressgate Diskussion natürlich eindeutig. Nämlich Blau…

Der auditive Februar (…und Schwarz. Was auch sonst?):

Und selbst so?

Ich selbst war ja mit den Oscar – Siegern auch nicht so ganz zufrieden. Aber man kann halt nicht immer alles haben. Ihr habt neun neue Beiträge lesen dürfen (was das Blogvolumen auf 103 Einträge erhöhte). Und ich habe für mich eine neue Rubrik entdeckt, die ich zukünftig bestimmt noch häufiger nutzen werde: das Filmduell. (Ist übrigens zur Nachahmung empfohlen, falls sich jemand bemüßigt fühlt, gern selbst einen Vergleich anzustellen.) Derzeit ist also alles rundum in Ordnung. Es kann also nur schlechter werden, sprach der Optimist. So live long and prosper.

Coming up next?

Der sonnenfinsternde konzerthighlightende März. Holt schon mal die Kerzen raus.

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10 Antworten zu Die AudioVision zum Monat

  1. Pingback: Die AudioVision zum Monat | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  2. Löwenherz schreibt:

    Jetzt schwebt mir wieder den ganzen Tag „remember, remember the 5th of novemver…“ durch den Kopf 😉

  3. friedlvongrimm schreibt:

    Ich bin auch Team Blau. Wobei es irgendwie traurig ist, dass selbst ich das mit dem scheiß Kleid mitbekommen habe.
    Ich hoffe doch, du hast dir Böhmis Song gekauft. Der Kerl muss jetzt einfach noch die Charts knacken.^^

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