Blogparade: Bücher, die nach einer Verfilmung schreien

Ob Bücher schreien können, ist mir nicht bekannt. In den dunklen Zeiten konnten sie brennen. Aber die sind ja glücklicherweise, zumindest in unseren Gefilden, vorbei. Deshalb können wir uns auch leichteren und besseren Dingen zuwenden. Zum Beispiel einem Stöckchen, das Literatur und Film vermischt. Das ist ja jetzt an sich nichts Neues, denn Bücher werden ja am laufenden Bande verfilmt. Oft genug auch die schlechteren literarischen Exemplare davon. Oder in einer schlechten Verfilmung. Beides ist nicht so erstrebenswert. Nein, Schlopsi will gern drei literarische Werke wissen, die meiner einer unbedingt und zwar sofort verfilmt sehen muss. Der erste Gedanke ging Richtung „Das Silmarillion“ von J.R.R. Tolkien und daraus speziell die Geschichte von Luthien und Beren. Die enthält alle klassischen Bestandteile für einen Film. Liebe, Verrat, Macht, Tod und natürlich ein Happy End – irgendwie. Aber nach dem „Der Hobbit“ Desaster würde Peter Jackson das nicht hinbekommen. Und ein anderer Regisseur traut sich an Tolkien eh nicht ran. Mein zweiter Gedanke war das Buch über eine Briefkorrespondenz, die aus einer gemeinsamen Liebe für Bücher an sich entstand und sich über die Jahre zu einer persönlichen Freundschaft beider Protagonisten entwickelte. Aber zu Helene Hanffs „84 Charing Cross Road“ gibt es tatsächlich schon einen Film, den ich aber nicht kannte. Doch ich habe drei Exemplare gefunden, deren Verfilmung ich gern sehen würde.

„Die göttliche Komödie“ von Dante Alighieri

Hier schwebt mir tatsächlich so eine Art Ego-Shooter Version a la Alice aus der „Resident Evil“ – Reihe vor. Man darf dann auch gern die historischen, philosophischen, politischen und sonstigen en masse vorkommenden Bezüge in die Neuzeit verlagern. Der Aufbau sollte aber schon erhalten bleiben. Hölle – Fegefeuer – Himmel. Der prozentuale Anteil des vergossenen Blutes hängt dann wahrscheinlich vorrangig vom Regisseur ab, die/der dieses Werk verfilmt. Splatter- und Slasherelemente sind gern erwünscht. Das Genre sollte also von vornherein definiert sein, weil es natürlich auch so wunderbar dem eigentlichen Titel zuwider läuft.

„Juliet, Naked“ von Nick Hornby

Wahrscheinlich gibt es da schon Verfilmungspläne in irgendeiner Produzentenschublade, denn Nick Hornbys Bücher werden ja irgendwie alle verfilmt. Dieses hier ist auch mal wieder ein sehr amüsantes, kurzweiliges Buch. Größter Vorteil und deshalb für mich auch unbedingt visuell gern gesehen: Es geht um die gleichen Themen wie bei „High Fidelity“, also Musik und Frauen. Das bietet dann ja genügend Reibungspunkte. Und die beiden Protagonisten (ja, es gibt zwei) Annie und Duncan sind wunderbar gezeichnete Charaktere mit so vielen kleinen (und größeren) Macken.

„When I was five I killed myself“ von Howard Buten

Buch- und dann dementsprechend auch Filmgenre: Coming of Age. Und schon hat man mich, immerhin ist dies eines meiner liebsten Genre. Die Geschichte des kleinen Burt, der die Welt ein wenig anders sieht als der große (erwachsene und mit Unverständnis gesegnete) Rest auf Erden, macht Spaß. Solche Gedanken, Ideen und Taten, wie die von Burt, können sich nur in einem kindlichen Gemüt äußern. Das Buch liest sich wunderbar. Eine Verfilmung sollte der traumwandlerischen, schräg-skurrilen Atmosphäre des Buches unbedingt treu bleiben. Denn das macht in großen Teilen den Charme von Butens Werk aus.

So, nächstes Jahr will ich dann alle Filme im Kino sehen. Also auf gehts, ihr Filmschaffenden. Traut euch. Im Gegensatz dazu traue ich mir nicht zu fünf weitere Personen zu nominieren, dieses Blogstöckchen aufzunehmen und weiter zu tragen. Aber wer mag, der darf natürlich gern. So wie immer.

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8 Antworten zu Blogparade: Bücher, die nach einer Verfilmung schreien

  1. Schlopsi schreibt:

    Stilvolle Auswahl! Für „Die göttliche Komödie“ hätte ich sogar schon den ein oder anderen Regiefavoriten. Sollte unbedingt verfilmt werden, klingt richtig schön trashig und lässig.

  2. bullion schreibt:

    „Juliet, Naked“ ist ein Hornby von dem ich bisher noch nichts gehört habe… gleich mal googlen gehen… 🙂

    • Stepnwolf schreibt:

      Das war bis letztes Jahr auch der einzige Hornby, den ich noch nicht gelesen hatte. Ist aber wirklich empfehlenswert, weil vom Funfaktor und Fanatikerfaktor (musikalisch gesehen) her „High Fidelity“ durchaus ebenbürtig.

  3. Miss Booleana schreibt:

    Interessante Auswahl! Bei deiner Version von der göttlichen Komödie war ich auch dabei, glaube ich 😉

  4. Ma-Go Filmtipps schreibt:

    Auch eine nette Liste 🙂 Wenn du möchtest kannst du deinen Beitrag hier unter dem Ausgangsartikel verlinken:
    https://magofilmtipps.wordpress.com/2015/04/02/blog-parade-hochgradig-uberfallige-buchverfilmungen/
    Dort sammel ich die Listen aller Teilnehmer 😉

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