On the Road again: First Stop Boston, Massachusetts, USA

Als die Band Boston vor knapp 40 Jahren ihren wohl größten Hit veröffentlichten, besangen sie darin die Liebe zu einer Frau. Was auch sonst? Aber „More than a feeling“ lässt sich auch unbedingt auf den Eindruck, die Stadt an sich betreffend, anwenden. Denn es ist mehr als nur das Gefühl hier eine europäisch geprägte City zu sehen. Die Stadt Boston kann ihr – für amerikanische Verhältnisse – hohes Alter nicht verheimlichen. In diesem Fall geht Alter allerdings einher mit Grandezza, Anmut und Eleganz. Die Skyline wird nicht bestimmt von endlos hoch erscheinenden Wolkenkratzern, breiten, ausufernden Straßen und gleich aussehenden Straßenzügen. Definitiv nicht. Boston atmet das europäische, britisch-viktorianische Flair noch immer. Da weht über den Atlantik die Restkultur des ehemaligen Empires herüber. Beweise sind nicht nur die sich in den diversen Stadtteilen wieder findenden Namen englischer Städte, sondern vor allem auch die wunderbar anzuschauenden Häuser, keines wie das andere, aber alle im alten viktorianischen Stil. Downtown Boston könnte ebensogut als Kulisse für historische Filme zur Zeit der Kolonialmacht Großbritannien herhalten. Enge Gassen. Kleine, verwinkelte Pubs und Taverns. Wunderbar sauber und elegant. Wie gerade erst frisch dort hingebaut.

Hinzu kommt auf der anderen Seite natürlich auch der für die amerikanische Geschichte wichtige Ort Boston. Diesen Status – Ausgangspunkt für die letztendliche Unabhängigkeit vom britischen Empire zu sein – zelebriert und zeigt die Stadt auch an allen Ecken und Enden. Museen, Denkmäler, Ausstellungen sind das eine. Straßennamen benannt nach allen großen und kleinen Helden der amerikanischen Revolution sind ebenso überall präsent. Hier stolpert man ständig über Geschichte. Man kann sie förmlich spüren. Einmal tief einatmen und nicht wieder loslassen. It’s more than a feeling.

Und dann gibt es neben der Geschichte noch das Wissen. Wissen ist Macht. Boston weiß das. Touristischer Anziehungspunkt Nummer Eins ist daher kein Denkmal wie das Bunker Hill Monument, kein altes historisches Gebäude, wie zum Beispiel die Old City Hall oder die Trinity Church. Nein. Die meisten Japaner und ihre Fotoapparate (ohne Ironie, denn es war wirklich so) finden sich auf dem Harvard Yard und ringsumher – dem Campus der Harvard University. Man muss aber auch neidlos anerkennen, das dieses Gelände durchaus ziemlich beeindruckend ist. Trotz der Massen an Touristengruppen, die sich darauf tummeln. Glücklicherweise waren gerade Semesterferien, weshalb der Rasen zu 90% mit neugierigen Teilzeitwissenden (und uns) gefüllt war, weniger mit den eigentlichen Studenten. Somit hatte ich für einen kurzen Augenblick ein gewisses „Gilmore Girls“ Feeling inklusive Pinnwand-Lesen und Harvardshop plündern. 🙂 Schlauer bin ich trotzdem nicht.

Aber dafür sicher, das dies mehr als nur ein Gefühl ist. Ja, ich kann sagen, das Boston ein lohnenswerter erster Stopp auf unserer Reise war. Gut das wir, trotz der Schwierigkeiten bei der Anreise, den Weg hierher rechtzeitig gefunden haben. Auf einer eventuellen Eastcoast Tour sollte Boston jedenfalls für jeden auf der Agenda stehen. Ich für meinen Teil behalte die Stadt gern in Erinnerung.

So long. Goodbye. And I’ll be back… 🙂

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter und Ich abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu On the Road again: First Stop Boston, Massachusetts, USA

  1. friedlvongrimm schreibt:

    Irgendwie traurig, dass du schneller mit deinem Bericht bist. *lach*

  2. Schlopsi schreibt:

    Toll, und schon stellt sich das Fernweh ein! Wie lange bleibt ihr eigentlich immer in einer Stadt? Klingt fast gehetzt und nach einem Tag geht’s weiter?

  3. kielerkrimskrams schreibt:

    Ich liebe diesen Song! 🙂 Viel Spaß noch weiterhin. 🙂

  4. Pingback: On the Road again: Foreign Stop Toronto, Ontario, Canada | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  5. Pingback: On the Road again: Visiting Stop Rochester, Minnesota, USA | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  6. Pingback: Die AudioVision zum Monat | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s