On the Road again: Foreign Stop Toronto, Ontario, Canada

Wenn man sich von Boston – unserem ersten Stopp – Richtung Chicago aufmacht, führt einen der kürzeste Weg zwangsläufig an den Niagara Fällen oder wie die Einheimischen sagen Nia Falls vorbei. Ein Zwischenstopp zum nass werden ist also nicht zu vermeiden. Was so aus sicherer Entfernung relativ unspektakulär rüber kommt (‚Oh, schau mal, Wasser stürzt die Schlucht hinab.‘), entpuppt sich bei näherer Betrachtung dann doch als ziemlich beeindruckend. Spätestens während des langsamen Heranfahrens mit der Maid of the Mist das Boot, das von der amerikanischen Seite aus an die Falls schleicht – wird einem die Kraft, die dabei frei gesetzt wird, greifbar. Und wenig später dann auch spürbar. Nämlich nass. Hat man zuvor bereits die Cave of the Winds Strecke gemeistert (ebenfalls sehr nass, insbesondere an der Hurricane Stelle, die ihren Namen nicht umsonst hat), ist man aber zumindest schon mal auf alle anderen Eventualitäten vorbereitet. Nia Falls ist ein touristischer Knotenpunkt, aber durchaus ein Halt wert, auch wenn man die Niagara Fälle von der kanadischen Seite aus noch ein wenig besser sehen kann, wie mir versichert wurde.

Apropos Kanada: Wenn wir schon dort oben verweilen, sollte ein kurzer Schwenker zurück nach Osten erlaubt sein. Dort liegt nämlich TorontoUnd im Gegensatz zu Boston wird hier sofort eines klar: Definitiv amerikanisches Großstadtflair, wenn auch in Kanada. Das europäische, kleinteilige, verzweigte Boston-Feeling stellte sich hier nicht ein. Alles ist quadratisch geplant und aufgeteilt. Verlaufen und deshalb spontan irgendwo zu landen, wo man sonst wohl nie hingekommen wäre (in Boston ging das noch sehr schön), ist hier so gut wie unmöglich. Übersichtlichkeit hat aber auch seine Vorteile: Downtown Toronto lässt sich wunderbar zu Fuss erkunden. Startpunkt ist – sofern man von weiter draussen mit der Bahn in die Stadt fährt – Union Station, der Hauptbahnhof direkt unten am Hafen. Dann immer nur straight Richtung Norden und man durchquert die Flaniermeilen, einfacher Weise auch noch passend benannt: Finance District, Entertainment District und Yonge-Dundas District. Letzteres ist ein Mekka für Shopper und Genießer. Kleine und größere Geschäfte werden von Restaurants und Bars abgelöst. Ist man auf Höhe der College Street biegt man nach links ab, um sich langsam der University of Toronto zu nähern (und damit dem Discovery District), oder bewegt sich weiter gen Norden, um im neuen und hippen Viertel Wellesley/Church (der LBGT-Hochburg) zu landen. Auf Höhe der Universität finden sich dann die typischen Studentenbars und kleinen, alternativen Läden. Stöbern war angesagt. Während der eine Teil von uns die Games- und Comic-Abteilungen bevölkerte, blieb meiner einer bei den Vinylscheiben hängen. Nur blöd, das der Koffer nicht genug Platz für all die eventuellen Schätze hat oder ich müsste einfach alle Klamotten in den USA zurücklassen. 😉 Bewegt man sich dann wieder hinunter zum Hafen, durchquert man noch Chinatown. Nicht besonders groß, aber typisch asiatisch angehaucht. Überhaupt ist Toronto mit einer sehr großen asiatischen Community gesegnet, die das Stadtbild durchaus offensichtlich prägt.

Unser knapp zweitägiger Halt in Toronto ließ noch einige sehenswerte Gegenden aus. Dafür war die Zeit einfach zu knapp bemessen. Mein Partner in Crime auf der Reise hätte wahrscheinlich am liebsten noch ein Drake Konzert besucht, dem Local Hero aus Toronto. Aber: ist nicht! Ein wenig Musik von ihm muss ausreichen.

So long. Goodbye. And I’ll be back… 🙂

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6 Antworten zu On the Road again: Foreign Stop Toronto, Ontario, Canada

  1. bullion schreibt:

    Schöner Bericht! 🙂

    Das erinnert mich doch stark an meine eigene Reise nach <a href="https://moviescape.wordpress.com/2008/08/19/usa-2008-tag-4-toronto/"Toronto bzw. davor Niagara Falls. Das war 2008, also fast in einem anderen Leben.

    Postest du noch Bilder zu deiner Reise?

  2. Franziska schreibt:

    Ohh toll, da werden Erinnerungen wach! Ich war vor… 11 Jahren!!! (oh man) auf einer Ostküsten Reise USA/ Kanada. Sicher hat sich einiges verändert, aber wenn ich deinen Bericht lese, kommt es mir vor, als wäre es gestern gewesen. Deshalb ist Reisen so toll, man erinnert sich noch ewig dran. Danke für die schönen „Bilder“, auch ohne Bilder. 😉

    • Stepnwolf schreibt:

      Das ist wahr. Man erinnert sich auch meist an die Bilder, die man gar nicht im Bild festgehalten hat. So geht es mir zumindest noch mit meiner damaligen (auch fast 10 Jahre her) Westcoast-Reise. Und das wird dann hier wahrscheinlich nicht anders werden. 🙂

  3. Pingback: On the Road again: Next Stop Chicago, Illinois, USA | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

  4. Pingback: On the Road again: Visiting Stop Rochester, Minnesota, USA | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

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