On the Road again: Presidential Stop Mount Rushmore, South Dakota, USA

Mount Rushmore – eines DER nationalen Denkmäler der USA schlechthin – liegt in den Black Hills, die landschaftlich dem Black Forest in Deutschland (also dem Schwarzwald) sehr nahe kommen. Der Weg dorthin führt über ‚unsere’ – mittlerweile zur Heimat gewordene – Interstate, die I 90 West. Hat man die minnesotaischen Maisfelder vom vorherigen Zwischenstopp hinter sich gelassen und überquert die Grenze zum Bundesstaat South Dakota, wird es erst sehr flach und western-like, um dann im zunehmenden Maße ins Hügelige überzugehen. Vor den Black Hills befindet sich ein Nationalpark, den sich der geneigte Tourist nicht entgehen lassen sollte: die Badlands. Unbedingt empfehlenswert. Nicht auslassen. Der Eintritt in den Park lohnt sich in jedem Fall, denn die Aussicht und die geografischen Landschaften sind großartig anzuschauen. Prärie versus Gesteinsformationen seltsamster Art und Weise. Aber nicht Wasser und Sonnenbrille vergessen. Beides ist dort unabdingbar.

Nach diesem Abstecher bewegen wir uns stetig auf den zweitgrößten Ort in South Dakota zu: Rapid City. Die Mount Rushmore Touristenfalle schlechthin. Angekündigt werden die diversen Attraktionen bereits viele Meilen vorher durch überdimensional große Werbetafeln am Rande der Interstate. Der Ort selbst lebt einzig und allein durch seinen berühmten, von vier Präsidentenköpfen bevölkerten Berg. An diesem Punkt muss ich gestehen, kann ich den Hype darum nicht so ganz nachvollziehen. Man muss wohl tatsächlich Amerikaner sein, um der Faszination Mount Rushmore etwas Überirdisches abzugewinnen. Die in Stein gemeißelten Präsidenten sind natürlich schon beeindruckend. Aber das war es dann auch.

Viel interessanter für mich war ein sich noch in der Entstehung befindliches Bauprojekt einige Meilen weiter südwestlich vom Mount Rushmore – das Crazy Horse Memorial. Seit knapp fünfzig Jahren wird dieses privat finanzierte Projekt in den Berg getrieben. Der Kopf von Crazy Horse – einem berühmten Indianerhäuptling – ist schon vollendet. Das fertige Werk soll ihn auf einem Pferd sitzend zeigen. In Stein gemeißelt. An einem Berghang. Vor Ort findet sich das größte Museum der ‚Native Americans‘ – der Indianer. Hier wird einem die Geschichte, die Kultur und die Lebensweise der unglaublich vielen einzelnen Stämme, die es dereinst mal gab, näher gebracht, sowie die dramatischen Ereignisse während der Vertreibungen und Verbannungen Ende des 19. Jahrhunderts in die Reservate veranschaulicht. An diesem Punkt manifestierte sich auch der indianische Mythos von Crazy Horse, der seither als Vorbild aller dem indianischen Volk angehörigen Menschen gilt. Das dieses Projekt irgendwann einmal zu Ende gebracht wird, sollte allen ein Anliegen sein. Wer elf Dollar für die Besichtigung von Mount Rushmore erübrigt, kann auch den gleichen Betrag für die weiteren Fortschritte am Crazy Horse Memorial investieren. Da ist es gut angelegt.

Lassen wir die Black Hills so langsam hinter uns und fahren weiter Richtung Westen. Drei Bundesstaaten trennen uns noch vom finalen Stopp an der Westküste. Zum einen Wyoming mit ungezählten Rindern und Prärielandschaft. Dann Utah mit der Durchquerung der Salzwüste hinter Salt Lake City (mittlerweile entwickelt sich die Interstate I 80 West zur Ersatzheimat). Und last but not least Nevada mit dem Great Basin (unaufhörliches, gefühlt niemals endendes Steppenland) und dem ständigen Gefühl bei jedem Halt von irgendwelchen Casinoautomaten verfolgt zu werden (weit weg von Las Vegas). Und dann kommt sie so langsam in Sichtweite: meine Stadt, meine heimliche Liebe – San Francisco…

Einmal so wie Deep Purple vom Mount Rushmore hinunter schreien. Und dann Hitchcocks „North by Northwest“ schauen. Passt schon. 🙂

„You’d better close your eyes. Ooohhhh bow your head, wait for the ricochet.“

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6 Antworten zu On the Road again: Presidential Stop Mount Rushmore, South Dakota, USA

  1. friedlvongrimm schreibt:

    Das nächste Mal komme ich wirklich mit.^^

  2. sannah schreibt:

    Geheime Liebe? Wem machst du da denn etwas vor …

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