Media Monday #221

Media Monday 2.0 in der Betaphase. Jetzt kann man, aufgrund der offen gehaltenen Art, sogar Geschichten drumrum schreiben. Da bin ich doch sofort Feuer und Flamme. Aber nicht gleich löschen, erstmal lesen…

Meine Antworten

(1.) Als ich durch das Tor lief und auf den Hof schaute, erinnerte ich mich zurück an all die Dinge, die dort vor so vielen Jahren geschahen. (2.) Sollte es jemals die Möglichkeit geben, mit Hilfe einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen, würde ich wohl genau in diese Phase meines Lebens zurückkehren. Aber natürlich nur mit einem DeLorean, denn ausschließlich in dieser Form wäre eine Zeitmaschine tatsächlich eben dies: eine Zeitmaschine. Der Hof lag verlassen vor mir. Er hatte die Jahre über keinerlei Veränderungen erfahren. Ich dachte bei mir: (3.) ‚Immerhin bleibt zumindest alles beim Alten, schließlich wären sonst meine Erinnerungen nicht so schnell wieder so frisch vor meinem inneren Auge erschienen.‘ Die lauschigen Sommerabende unter dem Vordach. Die ausgefranste Hängematte, in der du deine Chillout-Time zelebriertest, bis du, nachdem ich mich langsam angeschlichen hatte, plötzlich rücklings auf dem Boden lagst. Völlig erschrocken im ersten Moment, aber nur wenig später mit einem herzlichen Lachen aufrappelnd und mich mit dem Wasserschlauch malträtierend. (4.) Beim ersten Mal war es eine unglaubliche Erfahrung, einfach weil ich bis dahin immer dachte, ich wäre doch eher wasserscheu. Falsch gedacht. Aber dennoch brauchte es eine Weile, bis ich es sogar genoss, von dir mit diesem feuchten Nass überzogen zu werden. (5.) Obwohl ich ja eigentlich immer eher der faulenzende, in der Ecke rumliegende, den Tag verschlafende Typ war, bin ich ja der Meinung, dass solch eine Dusche ab und an so ziemlich jeden, zumindest für eine geraume Zeit, auf Trab bringen kann. (6.) Alles in allem war es ein großartige Leben, denn immerhin liebtest du mich abgöttisch und schenktest mir fast immer deine komplette Aufmerksamkeit, selbst dann, wenn ich meine Ruhe haben wollte. ‚Ja, es war eine schöne Zeit mit dir.‘ Meine Gedanken daran verfinsterten sich mit einem Mal, als mein Blick auf die Veranda fiel. (7.) Zuletzt habe ich diese Stelle betrachtet als du dort lagst und das war sehr seltsam, weil du nämlich damals nicht wieder lachend aufsprangst um mich mit Wasser zu bespritzen, sondern liegend verharrtest bis irgendwann der Tag der Nacht wich. Ich hatte mich neben dich gelegt, meinen Kopf auf deine Brust, leise winselnd und mit meinen großen Hundeaugen dich unablässig fixierend. Aber dein Atmen war verstummt. Für immer. 

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