Blogparade: Best Parent/Child Relationship

Die Blogparaden ziehen weiter ihre Kreise. Und dieses Mal sind es familiäre Kreise. Amerdale fragt nach den besten Eltern/Kind-Beziehungen im medialen Output der weiten Welt. Ich schätze mal, das sich da ein paar übliche Verdächtige in meine Liste einschleichen. Los geht es mit der seriellen Sparte, in der es wunderfeine Familienkonstellationen gibt, die hier unbedingt erwähnt werden sollten:

Roseanne und Darlene Conner aus Roseanne

Wie die Mutter, so die Tochter. Beide haben ein ziemlich loses Mundwerk, was in ihrer Beziehung häufig zu verbalen Kämpfen führt. Aber trotz der vielen Streitereien ist Mutter Roseanne doch immer wieder die helfende und beschützende Person in Darlenes Leben. Fast so eng, wie zur Mutter, ist aber (vor allem in den jüngeren Jahren) die Beziehung zu Darlenes Vater Dan Conner.

Ruth und Claire Fisher aus Six Feet Under

Noch so eine gegensätzliche Beziehung. Während die Mutter erst lernt sich zu emanzipieren und neue Pfade zu beschreiten, ist das Nesthäkchen der Familie Fisher von Beginn an in der Teenager-Rebellion-Phase gegen jeden und insbesondere gegen die ’spießige‘ Mutter. Das Verhältnis ändert sich aber im Verlauf, denn irgendwie befruchten sich beide gegenseitig mit ihren Ideen. Aus Abneigung von Claires Seite wird intensive Zuneigung.

Walter und Peter Bishop aus Fringe

Der verquere und etwas kurios-skurril daherkommende Vater Walter und sein für ihn verantwortlicher Sohn Peter. Hier sind die Rollen am Anfang umgekehrt. Doch nach und nach beweist auch Walter, das ihm an seinem Sohn viel liegt. Und der Sohn begreift, das Walter nicht nur seltsamer Wissenschaftler, sondern auch mitfühlender Vater sein kann.

Lorelai und Rory Gilmore aus Gilmore Girls

Muss man hier irgendetwas erklären? Die wohl beste und optimalste Mutter/Tochter Beziehung der ganzen Welt. Verstehen sich blind (und sprechen dementsprechend schnell), sind immer füreinander da. Können sich auch mal so richtig fetzen, um sich umso intensiver zu versöhnen. Klingt wie ein BFF-Ding. Und ist es in gewisser Weise auch.

Gemma und Jax Teller aus Sons of Anarchy

Gemma ist in der brutalen, gefährlichen, blutigen und sehr oft illegalen Welt von SAMCRO groß geworden. Dementsprechend emotional reagiert sie auch bei jeder Aktion, die ihr Sohn Jax im Verlauf der Serie zuerst als Vice President des Clubs und später als Chef tätigt oder passiv erlebt. In ständiger Sorge um ihn. Was sie nach außen in Bezug auf so ziemlich alle anderen an Härte walten lässt, gibt sie im Gegensatz dazu als Liebe tausendfach höher an ihren einzigen Sohn weiter.

Tony und Samantha Micelli aus Wer ist hier der Boss?

Die immer etwas vorlaute Samantha und ihr des öfteren überforderter, allein erziehender Vater Tony. Ein extrem lustiges Paar sind die beiden. Die kleine Sam (und nicht viel besser die in den späteren Staffeln große ‚Kopie‘) tanzt ihrem Vater stets und ständig auf der Nase herum. Aber dennoch ist er immer für sein Ein und Alles da, egal, welchen Blödsinn sie mal wieder auszuhecken scheint.

Es gibt jedoch auch noch die eine oder andere Film-Familien-Beziehung, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist:

Henry Sr. und Henry Jr. Jones aus Indiana Jones and the last crusade

Natürlich müssen die beiden Henrys hier erwähnt werden. Immerhin lebt der Film vor allem durch die ungemein gute Chemie des Duos Vater und Sohn. Köstlich der ständige verbale Schlagabtausch und die vielen Missverständnisse zwischen beiden. Das hat stellenweise Screwball-Comedy-Niveau. Trotz der offensichtlichen Miskommunikation raufen sich aber beide Jones-Boys zusammen, um sich dem gemeinsamen Feind (Natürlich mal wieder die Nazis!) zu stellen.

Dr. Robert Stegemann und Biggi aus Meine Tochter und ich

Hier lebt die Beziehung vor allem durch den sturen, konservativen, überfürsorglichen Vater, der seine Tochter keine andere Wahl lässt, als zu heimlichen, versteckten Maßnahmen zu greifen. So wird Vater Stegemann sehr lange hinter das Licht geführt, reagiert, nachdem er es (die Verlobung mit einem Mann und der damit verbundene Auszug aus dem elterlichen Nest) erfährt, erst einmal abweisend, findet dann aber doch wieder zu seiner Tochter zurück. Ist halt ein Wohlfühl-Film mit Heinz Rühmann. Da ist nichts anderes zu erwarten.

Ann und Penny und Patsy aus Mein Leben ohne mich

Das besondere an dieser Eltern/Kinder (sind ja diesmal zwei) Beziehung ist die enge Bindung über den Tod hinaus. In Form von auf Kassette aufgenommenen Ratschlägen und Wünschen an die heranwachsenden Kinder durch die im Sterben liegende Mutter Ann. Wer mehr zum Film erfahren will: ich hab da mal was zu sagen gehabt.

Damit haben wir neun familiäre Paare der Spitzenklasse heraus gefiltert. Bleibt noch ein Platz zu vergeben, um die magische und traditionelle Top Ten zu vollenden. Bevor ich diese Beziehung allerdings offenbare, geht eine extrem wichtige SPOILERWARNUNG an all jene raus, die noch nie Akte X, die Serie gesehen haben, dies aber noch vor haben sollten. Ihr dürft dann jetzt schon aufhören zu lesen. Da kommt nichts Wichtiges mehr. Alle anderen scrollen jetzt ein wenig nach unten…

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The Smoking Man und Fox Mulder aus Akte X

Das beide verwandt sein könnten, wird in der Serie mehrmals thematisiert. Offiziell aufgedeckt wird es aber erst sehr spät in der gesamten Serie. Das Wissen, das The Smoking Man der Vater von Fox Mulder ist, lassen retrospektiv einige Entscheidungen des bösen Gegners eben gerade in Bezug auf Mulder in einem ganz anderen Licht erscheinen. Irgendwie hat er auf verquere Art und Weise versucht Mulder zu schützen. Und das Mulder ihm nicht so ganz egal zu sein scheint, bestätigen auch die Ehrerweisungen und die irgendwie erleichtert aussehenden Momente, wenn The Smoking Man mal wieder erfährt, das Mulder doch mit dem Leben davon gekommen ist und weiter nach der Wahrheit jagt. Vielleicht schwingt da sogar ein wenig Stolz mit. Interessant und einzigartig ist diese Eltern/Kind Beziehung allemal.

Das war es aus meinem familiären Umfeld. Die Familienfeier ist damit beendet. Jetzt dürfen alle wieder ihrer Wege gehen. Danke für die Aufmerksamkeit. 🙂

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5 Antworten zu Blogparade: Best Parent/Child Relationship

  1. bullion schreibt:

    Eine tolle Liste! Speziell die Nennung von „Sons of Anarchy“ macht mich neugierig, steht doch die gesamte Serie seit ein paar Wochen im Regal und wartet auf die Sichtung. Bin gespannt!

  2. Miss Booleana schreibt:

    Da sieht mans mal wieder … manche Blogparaden können entlarvend sein. Was macht man beispielsweise bei Akte X? Das Problemchen hast du gut gelöst 😉

    • Stepnwolf schreibt:

      Ja, man will den werten Zuschauern, die durch die neue, schön reminiszierende zehnte Staffel nun doch noch von den alten Akte X Staffeln angezogen werden, auch nicht zu viel spoilern… 🙂

  3. Pingback: Auswertung Blogparade “Best Parent/Child-Relationships” | Mind Palace

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