Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Mai Teil 2

Die zweite Maihälfte war mau. Ziemlich mau. Zumindest was meinen filmischen Input angeht. Ich glaube, ich mutiere immer mehr zum Serienjunkie. Da ist nämlich (natürlich) derzeit Game of Thrones. Dann war da noch eine kleine Serie über Musik und das Musikbusiness, die mit einem (wie zu erwarten war) klangvollen Soundtrack daherkommt. Außerdem schwelge ich mit Akte X noch immer ein wenig in der Vergangenheit und bin nun endlich (mit einigen Jahren Verspätung) drauf und dran Dexter zum Abschluss zu bringen. So sind es denn tatsächlich nur vier Filme in vierzehn Tagen geworden:

Hector and the search for happiness (2014)

Das Buch selbst war kurzweilig. Der Film passt sich dem Feeling an und folgt dem Protagonisten auf seiner Reise ins Glück. Oder zumindest auf seiner Suche danach. Dabei entstehen ein paar schöne Bilder der besuchten Regionen und deren Eigenarten. Aber ähnlich, wie beim Buch, war mir hier der ‚Nachhaltigkeitseffekt‘ zu kurz und die Aussage zu subtil. Immerhin macht Simon Pegg als titelgebender Hector eine gute Figur. Rosamund Pike als seine in London zurückgelassene Freundin ist allerdings unterfordert und hat auch einfach zu wenig Screentime, um sich besser zu positionieren. Ein Film zum Nebenbeischauen. Leider nicht wirklich mehr.

Le tout nouveau Testament (2015)

Wunderbare Idee: Gott wohnt in Brüssel und regiert per Computer sein Weltenreich. Die pubertäre Tochter – vom Vater nicht akzeptiert und ständig maßgeregelt – will aus dem Käfig (Gottes Familie kann ihre Wohnung nicht verlassen) ausbrechen, nicht ohne vorher dem Vater noch eins auszuwischen. Sie teilt per SMS allen Menschen ihren Todestag mit. Chaos bricht aus, das nur ein neuer Messias – Gottes Tochter, weil der Sohn hat sich schon viel eher verdrückt – ordnen kann. Es entstehen skurrile, verrückte Situationen, die stellenweise zwischen Tragik und Komik schwanken, aber immer einen augenzwinkernden Standpunkt einnehmen. Das brandneue Testament ist ein wunderbares, kleines Werk voller liebevoller, äußerst menschlicher Figuren, denen man gern zuschaut.

Ant-Man (2015)

Der kleine Ameisenmann hat so seine Momente. Klassische Einführung eines neuen Helden mit verwebter Originstory und Positionierung eines Gegners. Der smarte Paul Rudd passt zwar irgendwie nicht so richtig in diese Rolle, hat mit Evangeline Lilly und vor allem Michael Douglas (dem man den Spaß an diesem Film sichtlich anmerkt) aber passende Sidekicks. Die Musik stimmt. Es gibt ein paar schön choreografierte Kampfszenen. Kurz: Marvel hat nichts falsch gemacht. Dennoch ist Ant-Man nur durchschnittlich und im MCU nicht besonders außergewöhnlich.

Und auf der großen Flimmerleinwand schlich sich dieser Film ganz leise an:

Wild (2016)

Dazu muss ich an dieser Stelle nichts erwähnen, da ich an jener Stelle schon genügend gesagt habe.

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14 Antworten zu Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Mai Teil 2

  1. Nummer Neun schreibt:

    Bei Vinyl fehlen mir noch die letzten beiden Folgen. Ich bin noch nicht 100% überzeugt von der Serie, aber sie hat auf jeden Fall Potential!

    Ant-Man habe ich am Wochenende gesehen. Hat mir ganz gut gefallen, kann man jedenfall schön weggucken.

    • Stepnwolf schreibt:

      Schön weggucken trifft es bei Ant-Man ganz gut. „Vinyl“ macht optisch einen richtig guten Eindruck. Die Zeit ist perfekt eingefangen. Und die Musik passt auch ganz gut. Ich werde mir eine künftige zweite Staffel auf jeden Fall noch anschauen.

  2. gerhard schreibt:

    ‚Vinyl‘ muss ich mir glaub ich auch mal geben, hab ich jetzt schon öfter empfohlen bekommen. Aber erst mal ‚Deadwood‘ beenden… ;-))
    Viele Grüße,
    Gerhard

  3. Cathrin Rubin schreibt:

    Hector wollte ich auch noch schauen…

    Das mit dem neuen Testament habe ich schon oft bei Amazon Prime gesehen und dachte mir immer so: „Ach, nein… wenn das gut wäre, hättest du davon gehört!“ Dank dir habe ich nun davon gehört und jetzt könnte es fast passieren, dass ich mal gucke 😉

  4. Miss Booleana schreibt:

    Oh Dexter – zu Ende gucken!? Da bin ich ja mal gespannt, was du zu den letzten Staffeln/Episoden sagst.
    Hector und Ant-Man waren nett, aber haben mich nicht so vom Hocker gerissen. Bei Ant-Man fand ich den Bösewicht sehr austauschbar. :-/ Das brandneue Testament steht auch recht weit oben auf meiner Liste, was auch etwas ärgerlich ist, denn es lief in MD recht lange im Kino und ich habs gar nicht so recht beachtet…schade.

    • Stepnwolf schreibt:

      Ja, ich hab lange um „Dexter“ drumrum gewuselt. Bin in Staffel 2 hängen geblieben und wollte immer nicht weiter schauen. Doch irgendwann hab ich dann doch weiter geguckt. Staffel 4 ist definitiv die Beste, muss ich sagen. Bin grad bei Staffel 7 und da wird es nun doch irgendwie ein wenig unglaubwürdig, insbesondere die Beziehung zwischen Debora und Dexter. Mal schauen, wie sie das alles auflösen wollen.

      Bei uns lief „Das brandneue Testament“ auch recht lange. Ich habs aber nie zeitlich geschafft. Aber gut, das es Amazon Prime gibt. 🙂

  5. Gorana schreibt:

    Mit Hector hast du vollkommen recht. Vor ein paar Monaten gesehen und weiss jetzt schon nicht mehr was er da nochmal gefunden hat …

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