Kurz und knackig: Die Flimmerkiste November Teil 1

Inception (2010)

Der Rewatch drängte sich auf, nachdem ich vorher den weiter unten erwähnten Kinofilm gesehen hatte. Ohne Aufmerksamkeit lässt sich Christopher Nolans Werk nur schwer folgen. Inception ist intelligentes Kino, das bis in die tiefste Ebene das Gehirn des Zuschauers massiert (und stellenweise massakriert). Hier darf Mindfuck tatsächlich wörtlich genommen werden. Die Handlung selbst ist dabei nicht mal so besonders, fasziniert aber durch die filmische Umsetzung. Die Schauspielerriege harmoniert und dominiert durchweg (und die kleine Ellen Page trumpft groß auf).

The Lords of Salem (2012)

Hallelujah! Was für ein sinnfreies Machwerk setzt uns da Regisseur Rob Zombie nur vor? So ziemlich jeder Handlungsfortgang ist vorhersehbar. Die Dialoge stammen wahrscheinlich aus der Random-Maschine. Der Versuch, eine emotionale Ebene mit der Protagonistin aufzubauen, scheitert völlig. Ihre Entwicklung interessiert mich Null. Aber immerhin laufen zwei Velvet Underground Songs. Mehr Positives fällt mir beim besten Willen nicht ein.

50 Shades of Grey (2015)

Ich hab es getan. Ich habe den Film nun doch geschaut. Aufgrund der Tatsache, das meine Erwartungen sowieso recht gering waren, bin ich zumindest nicht enttäuscht worden. Im Kern ist diese Buchadaption eine lupenreine Liebesgeschichte mit einer – trotz des eigentlich propagierten Handlungsschwerpunkts – ziemlich emanzipatorischen und dominanten weiblichen Hauptfigur und mit konservativem, züchtigen Bildmaterial. Allerdings mit hollywood-untypischem Ende. Wer also der Buchprämisse folgend obsessiv-sexuelle Szenen erwartet, sollte wohl eher zu Lars von Triers Nymphomaniac greifen. Der ist auch wesentlich besser fotografiert.

Tatort – Taxi nach Leipzig (2016)

Der tausendste Tatort. Unfassbar. Und wie unfassbar uninspiriert und nur so dahinplätschernd war diese Jubiläumsfolge. Die Grundidee des Kidnapping-Kammerspiels ist löblich. Das Schauspiel vor allem von Florian Bartholomäi als KSK-Taxifahrer mit gebrochenem Herzen ist manierlich, auch Axel Milbergs Kommissar Borowski geht immer. Aber die Erzählebene ist mit einigen Löchern gespickt und verrennt sich in seltsamen Entscheidungen. Und das Ende musste so ja echt auch nicht sein. Ehrlich, liebe Tatort-Macher, das war einer so denkwürdigen Folge nicht wirklich würdig.

Im Blockbuster-Kino meines Vertrauens gab es diesen Film zu begutachten:

Doctor Strange (2016)

Wer braucht 3D im Kino? Jeder! Bei diesem Film! Visuell ein Hochgenuss, die Darstellung anderer Dimensionen, das Verschieben der Realitäten. Ein Hingucker, ohne Frage. Aber auch die Handlung gefällt. Natürlich ist es eine klassische Originstory, immerhin muss dieser Doctor Strange (und seine Welt) dem Publikum erst einmal vorgestellt werden. Und Benedict Cumberbatch gelingt diese Einführung des Charakters mit Bravour. Marvel fährt das volle Programm auf und beweist erneut, das Figurenzeichnung, Erzähltempo und die Mischung aus Ernst, Action und Klamauk stimmig zusammengemischt werden können, ohne sich dabei völlig zu verheddern. Das ist Popcornkino in Reinkultur und das cineastische Konsumieren unbedingt wert.

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2 Antworten zu Kurz und knackig: Die Flimmerkiste November Teil 1

  1. Nummer Neun schreibt:

    Trumpft Ellen Page nicht meistens groß auf? 🙂

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