Sieben Bücher für 2017

Auch in diesem bereits ein wenig vorangeschrittenen Jahr schleichen sich wieder ein paar literarische Werke in mein Leben. Unglaublich. Aber wahr. Und wie bereits in den Jahren zuvor, nämlich hier und hier und nicht zu vergessen hier lasse ich euch gern an meiner Auswahl, die wie immer nur eine vorläufige sein kann, weil irgendwas anderes in Papierform sicher wieder dazwischenfunkt, teilhaben. Das sind meine sieben Bücher für 2017:

Vladimir Nabokov – Lolita

Zum einen, weil die werte Frau von Grimm – ihres Zeichens Initiatorin dieser Aktion – mir dieses Buch als Geschenk überließ (Weil sie es nicht so gut fand und mir mehr Mut zum positiven Denken angedeihen lässt?). Zum anderen, weil ich danach dann gern nach vielen Jahren die Verfilmung mit Jeremy Irons als Humbert Humbert wieder entdecken will, um die Umsetzung zu begutachten. Ich kann mich nämlich nicht mehr wirklich dran erinnern.

Jonathan Safran Foer – Here I am

Ich mochte sowohl Everything is illuminated als auch Extremely loud and Incredibly close. Dann kann mich sein neustes Werk doch ebenfalls nur überzeugen. Oder?

Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und Ich

Nein, nicht weil sein Buchtitel wie mein Blog klingt (Bevorzugt das Ich. Nicht die Band, das Wort.). Sondern weil ich beim Lesen des Anfangs sofort drin war:

Es klingelte an der Tür, und im Treppenhaus roch es nach frisch gebrühtem Kaffee. Das tat es eigentlich gar nicht, aber ein Freund von mir meinte einmal, wenn er einen Roman schreiben würde, würde er genau mit diesem Satz anfangen: „Im Treppenhaus roch es nach frisch gebrühtem Kaffee.“

Und weil der Satz „Im Treppenhaus roch es nach frisch gebrühtem Kaffee.“ genau so gut auch einer seiner Songtitel sein könnte, ähnlich dem hier, muss ich auch sein Romandebüt lesen.

George R. R. Martin – Armageddon Rock

Ist halt ein großartiger Buchtitel, insbesondere für Musikfans. Und außerdem möchte ich gern erfahren, ob der gute Herr Martin auch Bücher über Lieder abseits von Feuer und Eis zustande bringt. Oder so ähnlich.

Neil Gaiman – Anansi Boys

Die bessere Hälfte von Amanda Palmer hat sich sehr spät in mein Leserherz geschlichen, ist darin aber jetzt fest verankert. Nach Neverwhere und American Gods wird daher in diesem Jahr ein weiterer Roman von mir aufgesogen. Denn nicht anders lässt sich das Gefühl in diese immer ein wenig schrägen Welten gaimanscher Romanfiguren einzutauchen überhaupt beschreiben.

Karl Bruckmaier – The Story of Pop

Nach der doch sehr theoretisch und stellenweise extrem trocken daherkommenden Lektüre von Diedrich Diederichsen zum gleichen Thema (Über Pop-Musik) erwarte ich bei Bruckmaier mehr Verve, mehr Spaß, mehr Freude… mehr Pop halt.

Nick Hornby – Funny Girl

Es ist ein Hornby! Mehr Worte bedarf es in diesem Fall eigentlich nicht. Der Autor begleitet mich schon eine sehr lange Zeit und auch wenn nicht alle seine Werke gelungen sind, hat er mich bisher jedenfalls noch nie so richtig enttäuscht. Lustige Mädchen können einen sicher auch nicht enttäuschen, nehme ich einfach mal an.

So, das sind die sieben zu lesenden Bücher für das Jahr 2017 und denen nehme ich mich nun einfach mal an. Man liest (sich).

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15 Antworten zu Sieben Bücher für 2017

  1. Rubinkatze schreibt:

    Das Buch von Uhlmann ist wirklich toll! Danke auch für die Inspiration!

  2. solera1847 schreibt:

    Ich habe 2016 an der Vorgänger-Aktion teilgenommen, sie dann aber irgendwann aufgegeben, weil ich in zwei Büchern parallel hängen geblieben bin, die dann doch zu langatmig waren bzw. nicht auf meiner damaligen Wellenlänge lagen. Dafür hatte ich schon sieben oder acht andere Bücher gelesen, insofern bin ich ja nur von der selbstgesetzten Vorgabe abgewichen — kein Drama. Zumindest nicht für mich. 😳

    • Stepnwolf schreibt:

      Ging mir in der Vergangenheit ähnlich. Von den angestrebten Büchern sind auch nicht alle in dem jeweiligen Jahr gelesen wurden. Man muss ja auch ‚in the mood‘ sein und glücklicherweise ändert sich der ja über das Jahr verteilt ständig.
      Aber immerhin hab ich von den sieben hier genannten schon ‚Lolita‘ gelesen und bin grad bei Safran Foer mittendrin. Könnte also diesmal klappen… Vielleicht… 😉

  3. gerhard schreibt:

    Das darfst Du bei Bruckmaier auch getrost erwarten ;-))
    Viel Spaß bei der Lektüre, viele Grüße,
    Gerhard

  4. friedlvongrimm schreibt:

    Ich bin gespannt, was du zu berichten hast. *lach*

    • Stepnwolf schreibt:

      „Lolita“ hab ich mittlerweile schon durch. War mir ein Anliegen dieses zuerst zu lesen. 🙂

      Abgesehen davon, das ich dieses ständige Einstreuen von französischen Phrasen nervig fand (im Gegensatz zu dir musste ich immer nach hinten blättern, um zu wissen, was er da jetzt wieder meint) ist die Schreibperspektive ziemlich gut. Man kann sich in Humberts Kopf einnisten und ihn von innen sezieren. So tief die Hauptfigur auch beschrieben ist, so oberflächlich skizziert Nabokov dafür aber auch alle anderen Figuren (selbst Lolita). Ganz abgesehen von der ziemlich abwertenden Art Frauen (Mädchen) gegenüber. Diese Reduzierung ist wahrscheinlich aber auch ein Stück weit den narzisstischen Tendenzen des Protagonisten zuzuschreiben.

  5. Miss Booleana schreibt:

    Anansi Boys steht bei mir auch noch aus. Nach „American Gods“ habe ich aber erstmal Neverwhere gelesen und festgestellt, dass man mit dem Hörbuch besser dran ist. Von Anasi Boys habe ich aber viel gutes gehört!

  6. Pingback: Media Monday #320 | Weltall. Erde. Mensch…und Ich.

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