Kurz und knackig: Die Flimmerkiste September Teil 1

Alles anders macht der September oder so ähnlich ging doch der Spruch. Auf jeden Fall hat der September aufgrund der S.E.P.T.E.M.B.E.R. – Challenge meinen ersten Kurz und knackig Beitrag seit Beginn dieser Reihe dazu animiert aus ebenjener Reihe zu tanzen. Ich schaue diesen Monat daher neun Filme, deren Anfangsbuchstaben das Wort September ergeben und zwar exakt in dieser Reihenfolge. Freut euch daher auf Werke wie Spotlight oder auch Paterson. Da ich aber meinen Kinobesuch-Rhythmus nicht diesem Verdikt unterziehen konnte, gibt es in Teil 1 nur die bis dato im September gesehenen Kinofilme. Der Rest dann zum Ende des Monats. Man möge mir dieses kleine Schummeln verzeihen. Danke.

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (2017)

Was für ein Trip. Schmeiß noch was ein. Die Nacht ist noch jung. Feldhusen gelingt mit Magical Mystery ein magisches Mysterium. Ein Roadtrip durch heiße, an den Wänden mit runtertropfendem Schweiß getränkte Technoclubs der 1990er. Eine spaßige Hommage auf durchtanzte Nächte und Tage zu dröhnenden Beats, umgeben von unzählbaren, jungen Menschen. Die Dialoge sind einfach nur köstlich. Die Figuren ein Sammelsurium an freakigen Charakteren. Der Protagonist ein im Kern lieber und netter Kerl – mit gelegentlichen nervösen Schüben. Die Geschichte nach der Buchvorlage von Herr Lehmann Autor Sven Regener überzeugt mit viel Nostalgie auf eine längst vergangene Jugend. Kinder der Spätachtziger und Neunziger werden diesen Film lieben. So wie ich!

Baby Driver (2017)

Reden wir zuerst einmal über den Soundtrack, denn Tequila schwirrt mir immer noch im Kopf herum. Die musikalische Bandbreite ist ziemlich groß und die Idee des durch Musik hören den Tinitus verdrängenden Protagonisten ist spannend, besonders aufgrund der Bilder, die sich hier der Musik unterordnen, sie sogar akustisch unterstützen und somit eine permanente Bewegung suggerieren. Cineastisch ist diese Kombination aus Bild und Ton wunderbar anzuschauen, verdeckt aber dennoch nur bedingt die dünne, überraschungsarme Handlung von Baby Driver. Aber wenn man sich einfach dem Fluss der Bilder unterordnet und sich dem Ton ergibt, kann Edgar Wrights neustes Werk sehr unterhaltsam sein. Manchmal braucht es auch nicht mehr.

Dunkirk (2017)

Boah, was hat die Filmmusik genervt! Sorry, aber Hans Zimmers permanent im Hintergrund vor sich hin surrendes Etwas war einfach nur anstrengend. Glücklicherweise schafft es die Geschichte diesen musikalischen Fauxpas ein Stück weit zu negieren. Insbesondere die clevere Art der drei unterschiedlich langen, narrativen Zeitebenen kann überzeugen. Und der vom Pech verfolgte Protagonist, dessen Ziel – die Flucht aus Dünkirchen – ständig scheitert, spielt mit viel Verve. Warum ein Tom Hardy hier auftaucht, ist mir zwar unklar, da ihn die Rolle in keinster Weise fordert. Aber egal. Denken wir uns die zimmersche Beschallung weg, gelingt Christopher Nolan mit Dunkirk ein passables Kriegsdrama.

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