#Horrorctober: (3) Was sonst noch geschah…

Der #Horrorctober hat sich ja mittlerweile wieder in sein modriges Grab verzogen und lauert dort auf ein erneutes Erscheinen (angekündigt voraussichtlich für 2018). Aber meine Wenigkeit hätte da noch ein oder zwei Verkündungen zu tätigen: Nun denn, zum einen habe ich die 13 horroresken Werke tatsächlich innerhalb der 31 Tage abgeha(c)kt und zum anderen fehlt zu den pfählenden, äääh fehlenden Sichtungen noch ein kurzes Fazit.

Beginnen wir mit zwei im Nachhinein nicht wirklich grusligen Vertretern, von denen einer  The Visit ist. Der wartet zwar mit ein wenig Hide & Seek auf, bietet beim Spieleabend ne Runde Yahtzee (da ich das nie schreiben konnte, nenne ich es mal Kniffel) und hat seinen Hänsel und Gretel Moment. Ansonsten lässt sich bei M. Night Shyamalans Film aber eher von einem Drama mit Thrillerelementen als von Horror sprechen.

Dramatisch wird es auch bei Train to Busan, dessen zombieske Prämisse (und die sind ganz schön fix die Kerle) eher als katalysatorischer Faktor für die Selbstfindung eines Vaters zu seiner Tochter steht, denn als ein reiner Zombiefilm. Dennoch finden sich ein paar ansehnliche Splattereffekte und intelligente Ideen, um sich dem Genre nicht zu klischeehaft anzubiedern. Primär fasziniert aber die gelungene Charakterzeichnung der Akteure. Auf diesen Zug darf man gern aufspringen.

Der Horrormarathon folgte dann am #frighteningfriday mit vier Werken am Stück. Und eines schlimmer als das andere. Naja, vielleicht nicht ganz.

Bildschirmfoto 2017-11-02 um 13.21.25Ich hatte The Ring irgendwie grusliger in Erinnerung. Es kann aber sein, das die noch helle Tageszeit und das bereits vorhandene Wissen ob der Dinge, die da kommen mögen, den Effekt abschwächten. Atmosphärisch funktioniert das amerikanische Remake (und das ist ja eher selten) noch immer sehr viel besser als sein japanisches Pendant. Aber wieso hatte ich die ganze Zeit Grey’s Anatomy im Kopf? 😉

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Apropos Kopf: Den Zombieklassiker schlechthin kann man sich natürlich immer wieder geben.  Night of the Living Dead hält sich nicht mit einer langen Exposition auf, sondern geht gleich in die Vollen. Die dichte, knackige Story lässt dem Zuschauer keine Pause. Hier wird schnell und effektiv nach dem ’10 kleine Negerlein‘ (jaja, politisch nicht korrekt, schon klar) Prinzip verfahren und der Kreis der Akteure dezimiert. Das dies bei Erscheinen des Films anstössig war, kann man nachvollziehen. Die gesellschaftspolitische Relevanz des Endes ist aber noch viel anstössiger als alle blutverschmierten Eingeweide zuvor.

Bildschirmfoto 2017-11-02 um 13.39.39Klar, hier haben wir es mit einer Horrorkomödie zu tun. Und selbst das ist bei  Cat’s Eye noch mit Vorsicht zu geniessen. Schön sind zumindest die diversen Anspielungen auf andere Werke des Autors und knuffig ist die noch so junge Drew Barrymore, die von einem Kobold (Leprechaun, Goblin whatever) heimgesucht wird. In Erinnerung bleibt ein Song und die ständig qualmenden Protagonisten (die Zigaretten-Lobby hat den Film sicher gesponsert).

Bildschirmfoto 2017-11-02 um 13.46.57Staaaaarbuuuuuuck!!! Ähem, sorry. Aber viel mehr Worte muss man zu  Don’t knock twice gar nicht verlieren. Außer: Der Name Baba Yaga fällt irgendwann und schon war es wieder da, ein weiteres Kindheitstrauma. Gruslige Baba Yaga. Beim Film kann ich den Grusel nur sporadisch erkennen. Zu konservativ bebildert und die Handlung inklusive Wendungen hat man in diversen anderen Vertretern des Genres auch schon mal gesehen. Aber hey, hatte ich schon erwähnt, das Staaaaarbuuuuuuck mitspielt? Nein? Wollte es nur gesagt haben, bevor ich zum Ende komme.

Der krönende Abschluss sollte dann nämlich eigentlich von Carpenters The Fog gebildet werden. Amazon hat den Film aber einfach so aus dem Prime-Programm genommen. Skandalös! –  Skandalös war dafür meine Ausweichwahl, die sich dann ja doch irgendwie dem Original annähern sollte. Herausgekommen ist dabei das Machwerk The Fog returns (aka The Cursed), das abgesehen von ein wenig Nebel so absolut gar nichts mit dem Klassiker gemeinsam hat.

Verschwommene Notizen beim Schauen:

+ Den „grusligen“ Vollmond zeigen bringt immer Spannung im Horrorfilm.

+ Die Dialoge tappen aber ganz schön im Dunkeln und die Schauspielerleistungen lassen sich nur als nebulös bezeichnen.

+ Bei der Bibliothekarin würde ich zum Bücherwurm mutieren.

„Er war riesengroß wie ein Fleck!“ Extrem gelungener Vergleich, da kann man nicht meckern.

Dazu fällt mir spontan nur das ein: Gekommen um zu bleiben, wir gehn hier nicht mehr weg. Gekommen um zu bleiben, wie ein perfekter Fleck. 

Bin weg…

Horrorctober-2017

Der Rest vom #Horrorctober-Fest findet sich hier und hier.

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6 Antworten zu #Horrorctober: (3) Was sonst noch geschah…

  1. bullion schreibt:

    „The Visit“ kam dir vor wie ein Drama? Ich fand die Comedy-Elemente ja viel stärker. Insgesamt eine gelungene Mischung, die mir viel Spaß gemacht hat. „Train to Busan“ fand ich auch klasse.

  2. Nummer Neun schreibt:

    Train to Busan fand ich auch klasse. The Visit war auch stark, wenn man denn keinen Gruselfilm erwartet.

  3. Headwriting LE schreibt:

    Wolltest du nicht noch „mother!“ mit rein nehmen?
    Und Daumen hoch für die Ansage, dass das Ring-Remake besser zieht als das dröge Original. Frei nach „Endlich sagt’s mal jemand…“ 😛

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