Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Januar Teil 1

The Oxford Murders (2008)

Ein Mord, viele Rätsel. Und ständig das Gefühl der falschen Person zu trauen, weil man sich nicht sicher ist, ob nicht vielleicht doch der oder die als Täter in Frage kommt. The Oxford Murders macht einiges richtig, um den Spannungsbogen durch stetes Fährtenlegen aufrecht zu erhalten. Und dennoch fehlt der gewisse Chuzpe, der besondere Touch. Außerdem ging einem Mathephobiker wie mir das in Formeln sprechen irgendwann auf den Keks. Spätestens da war ich verloren und die (Auf)Lösung war mir dann irgendwie egal.

La Dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil (2015)

Noch so ein rätselhaftes Werk in dem nichts so ist wie es scheint. The Girl in the car with glasses and a gun hat auf jeden Fall für den Filmtitel einen Preis verdient. Die Hauptfigur kämpft sich (metaphorisch nicht physisch) ahnungslos durch den Film und zweifelt stellenweise am eigenen Verstand. Ähnlich geht es dem Zuschauer. Vielleicht wurde der eine oder andere Twist zu viel untergebracht und so ganz plausibel wird das aufgebaute Szenario auch nicht aufgelöst. Aber mir hat das Werk von Joann Sfar durchaus Spaß gemacht.

Arrival (2016)

Auch beim zweiten Anblick ein bildgewaltiges, wortgewandtes rundes Ganzes was uns der werte Denis Villeneuve da vorsetzt. Arrival ist clever, intelligent und fordernd. Kino für den Kopf, fürs Auge und nicht zu vergessen fürs Ohr. Denn der Score von Johann Jóhannsson nimmt einen vollständig gefangen, lässt einen eintauchen in die Untiefen der Sprachlosigkeit und auftauchen aus der Unwissenheit. Zusammen mit der Protagonistin, die eindrucksvoll von Amy Adams interpretiert wird. Aus dem Oeuvre des Regisseurs definitiv sein prägnantestes und bestes Werk.

Inferno (2016)

Hanks wird langsam zu alt für den… Ihr wisst schon. Man nimmt ihm den abenteuerlustigen Action-Professor Robert Langdon nicht mehr wirklich ab. Die Geschichte nach Vorlage des Dan Brown Romans spielte in den vorherigen Filmen der Reihe noch mit viel mehr mysteriösen Elementen und verknüpfte gekonnt Fakt und Fiktion. Aber irgendwann nutzt sich alles ab. Inferno ist spannungsarm, weil leider nur wenig überraschend. Und Tom Hanks sah auch schon mal motivierter in seinem Schauspiel aus.

First Girl I loved (2016)

Ein ruhiges, kleines Coming of Age und gleichzeitig Coming Out Drama hat Regisseur Kerem Sanga da inszeniert. Sympathische Charaktere, allen voran die toughe, selbstbewusste Protagonistin, die mit einer natürlichen Leichtigkeit von Dylan Gelula gemimt wird. Ihr nimmt man die getroffenen Entscheidungen kopfnickend ab, weil sie überzeugt – als Figur und als Schauspielerin. Brianna ‚Negasonic Teenage Warhead‘ Hildebrand ist übrigens erst auf dem zweiten Blick überhaupt erkennbar, so zart und sanft und mega-nett tritt sie in diesem Film auf. In dieses Mädel kann frau (in dem Fall tatsächlich) sich ja nur verlieben. Sehenswerte Indiefilm-Perle.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Kein Indiefilm, aber ebenso sehenswert ist der zweite Guardians Auftritt, der einen bereits mit der Anfangssequenz voll und ganz vereinnahmt. Das typische Guardians Feeling stellt sich sofort ein und durchzieht den ganzen Film – storytechnisch, musikalisch, humoristisch passt das alles wie angegossen. Die Truppe ist zwar das Enfant Terrible des MCU, aber gleichzeitig das unterhaltsamste. Alle Charaktere bekommen ihre fünf Minuten (oder auch mehr) Ruhm. Die Nebenfiguren (egal ob gut oder böse) dürfen ebenfalls glänzen. Und die werte Karen Gillan alias Nebula kann endlich öfter bewundert werden. Insbesondere von mir… 😉

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6 Antworten zu Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Januar Teil 1

  1. Nummer Neun schreibt:

    Aber zum Karen Gillian bewundern gibt es doch bessere Filme, oder? Wäre immerhin ein Argument, um sich Jumanji anzuschauen

    • Stepnwolf schreibt:

      War auch mein Gedanke, bin bisher aber dennoch nicht in „Jumanji“ gewesen. Ich kenne sie ja vor allem aus „Doctor Who“ als Companion Amy Pond.

  2. bullion schreibt:

    Schön, dass dir GotG Vol. 2 auch so gut gefallen hat… 🙂

    „Inferno“ habe ich mir neulich auch zugelegt. Sind zwar keine wirklich guten Filme, doch mag ich einfach dieses Mystery-Abenteuer-Flair. Meist schaue ich dann aber doch eher „Indiana Jones“… 😀

  3. Miss Booleana schreibt:

    Oh man und ich dachte schon, ich bin die Einzige, die The Oxford Murders geschaut hat. 🙂 Und ich fand es ähnlich „toll“ wie du …

    • Stepnwolf schreibt:

      Sind wir also schon zwei, die den Film gesehen haben. Immerhin. Ich hab schon schlechtere Detektivgeschichten gucken müssen. Aber auch wesentlich bessere.

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