Die Filmreise-Challenge: Vierter Zwischenstopp

Wer will, wer will, wer hat noch nicht? Auf in Runde Vier der Filmreise-Challenge (bitte Banner klicken), in der wir heute wieder Ausflüge in Träume, an Strände und die Welt der Klassiker (egal welchen Genres) unternehmen. Man möge mir bitte folgen…

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#25 Schaue einen Film, in dem Träume ein zentrales Thema sind

Louisa lebt ihr durchgeplantes Leben tagein tagaus. Ein Ausbruch erscheint unmöglich. Bis sie ein Buch über luzides Träumen entdeckt und nach und nach aus der Realität in ihre selbstgeschaffene surreale Welt abdriftet. Nicht weit von mir findet formidable Bilder um diese kreierte Welt zu erschaffen. Jennifer Sabel mimt Louisa verstörend gut und lässt uns hautnah teilhaben an der stetig fortschreitenden physischen und psychischen Zerstörung der Hauptfigur bis zum bitteren Ende. Ein schmerzhaftes, aber sehenswertes Filmerlebnis.

#38 Schaue zwei Filme über zwei Einzelsportler/innen (keine Biopics)

Theoretisch hätte ich mit Borg/McEnroe bei dieser Aufgabe gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Aber dem ist nicht so. Denn der Film stellt eindeutig Björn Borg in den Mittelpunkt der Geschichte, lässt die erzählte Zeit aber hauptsächlich auf das 1980er Wimbledon-Turnier beschränkt und baut darin in Flashbacks einzelne biografische Rückblicke ein. Zu sehen bekommt der geneigte Zuschauer ein klassisch aufgebautes Sportlerdrama, dessen Ausgang für Kenner des Tennissports wenig überraschend ist, aufgrund der Inszenierung aber dennoch Spannung erzeugt. Durchaus gelungen, auch weil sowohl Sverrir Guðnason als Björn Borg als auch Shia LaBeouf als John McEnroe mit viel Elan den Film vorantreiben.

#41 Schaue einen Film aus dem 21. Jahrhundert, der für seine Filmmusik einen Oscar bekommen hat

Mal abgesehen von der Filmmusik ist Atonement auch in allen anderen Belangen ein sehr sehens- und auch lesenswertes Werk. Die Musik setzt den gelungenen Bildern nur noch das kleine, aber feine Tüpfelchen aufs i. Exemplarisch die beeindruckende Strandszene, die nicht nur ein Oneshot ist, sondern in der die Musik dezent, aber emotional passend die Szenerie untermalt:

Atonement (2007) Long Take from MyFavouriteFilms on Vimeo.

(Btw: In diesen fünf Minuten steckt mehr Emotion drin als im gesamten, von vielen so gelobten Dunkirk.)

#42 Schaue einen Film aus den Jahren 1950 bis 1999, der für seine Filmmusik einen Oscar bekommen hat

Ein etwas anderer Kriegsfilm erwartet uns bei The Bridge on the river Kwai, der ein Gefangenenlager und dessen Insassen zum Mittelpunkt der Geschichte erhebt und dabei Fragen von Moral, Anstand, soldatischer Ehre und persönlichem Wahn stellt. Und dessen Maintheme wahrscheinlich jeder kennt ohne jemals den Film gesehen zu haben:

#43 Schaue einen Film aus den Jahren 1900 bis 1949, der für seine Filmmusik einen Oscar bekommen hat

Natürlich Disney. Wenn Musik eine tragende Rolle spielt, dann sicher in den alten Werken der Walt Disney Studios. Und mit Dumbo haben wir gleichzeitig auch noch eine wirklich wunderschöne Geschichte vom Aussenseiter, der sich dem Leben stellt und am Ende zum gefeierten Helden mutiert. Eine der besten Szenen, auch weil Bild und Musik perfekt abgestimmt sind, ist diese hier:

#57 und #58 Schaue zwei Biopics über zwei weibliche Personen

Kandidatin Eins ist insbesondere für zwei Dinge bekannt: Ihr großes Mundwerk 😉 und ihre Autobiografie, die unter anderem die nicht gerade besonders harmonische Beziehung zu ihrem Mann Chuck Traynor thematisiert. Lovelace – und das sollte gleich festgehalten werden – bedient keine voyeuristischen Bilder, auch wenn die Geschichte natürlich um den berühmten und damals skandalträchtigen Pornofilm Deep Throat herum gebaut ist. Vielmehr wird Linda Lovelace charakterisiert als zu Beginn zwar naive und manipulierbare Person, die sich aber peu a peu aus der misslichen Lage befreit um letztendlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Mit Kandidatin Zwei begeben wir uns in den Bereich der Literaturklassiker und tischen Das Tagebuch der Anne Frank auf. Regisseur Steinbichler gelingt eine frische und mitunter sehr freundliche, lebensbejahende Neuverfilmung, die mehr von einem Coming of Age Film als von einem Drama hat. Da der biografische Part wohl so ziemlich jedem bekannt ist, tut er auch gut daran diesen Ansatz zu wählen. Das der Film in Gänze überzeugen kann, ist zu einem großen Teil aber auch der Hauptdarstellerin Lea van Acken zuzuschreiben, die Anne Frank ungemein sympathisch-intelligent und doch auch grüblerisch-pessimistisch zeichnet.

Alle bisherigen Folgen der Filmreise-Challenge auf einen Klick:

Die Filmreise-Challenge: Erster Zwischenstopp

Die Filmreise-Challenge: Zweiter Zwischenstopp

Die Filmreise-Challenge: Dritter Zwischenstopp

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2 Antworten zu Die Filmreise-Challenge: Vierter Zwischenstopp

  1. Ma-Go schreibt:

    Sehr schön.
    Kurze Anmerkung zu #38. Wir haben den Zusatz „Keine Biopics“ in „Keine Dokus“ umgewandelt. Das ergibt mehr Sinn. Gilt übrigens auch für die Musiker/Künstler.

    Die Brücke am Kwai hatte ich auch für diese Aufgabe gewählt und Dumbo vor ein paar Tagen für die gleiche Aufgabe aufgenommen.

  2. Schlombie schreibt:

    Dumbo ist ein Liebhaberstück und definitiv eine gute Wahl zur Beantwortung der Aufgabe. Und was Du über ihn schreibst kann ich nur unterstreichen. Ich muss gestehen, dass es bei mir etwas länger gedauert hat, bis ich seine Klasse für mich entdeckt habe, war ich doch immer eher den besonders lustigen Disney-Filmen wie „Robin Hood“ und „Bernard und Bianca“ zugeneigt. Heute zähle ich den leiser erzählten Dumbo zu den besten Disney-Trickfilmen und dies aus vielerlei Gründen. 🙂

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