Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Juni 2020

Da ist er. Am ersten August. Der Rückblick auf den Flimmerkisten-Juni. Etwas spät. Aber besser spät als nie, wie Günter Netzer sagte und sich dann selbst einwechselte.

Starship Troopers (1997)

Der Film funktioniert auch mehr als zwanzig Jahre später noch ausgezeichnet. Blutig-splatteriger Sci-Fi-Actioner mit kultigen Onelinern, brutalst überzeichneten Szenen voller Gewalt, klischeehaft-stereotypen Figuren mit heroischen Anwandlungen, eklig-schleimigen Aliengegnern und einem enervierend-dröhnenden Score als Background. Paul Verhoeven schuf mit der auf Robert A. Heinleins Buch basierenden Adaption Starship Troopers einen mittlerweile Kultklassiker des Actionkinos. Seine überspitzte Darstellung von militärischer Gewalt im faschistischen Gewand, gepaart mit einer typischen Heldengeschichte zur Errettung der damsel in distress und der ganzen Welt gleich mit, ist in Hochglanz fotografiert und wartet auch heute noch mit gelungenen Effekten auf. Would you like to know more?

Death at a funeral (2007)

Solch einen Film können wohl auch nur die Briten drehen. Schwarzhumorig bis zum Abwinken läuft hier eine Beerdigung aber mal so vollends aus dem Ruder und führt von einer chaotischen Szene zur nächsten. Was stellenweise durchaus ganz lustig ist (der Auftakt sei genannt), verheddert sich zwischendrin dann doch in arg konstruiert erscheinende Zufälligkeiten, die zwar immer noch für Lacher sorgen, aber eben auch vorhersehbar daherkommen. Sei’s drum. Die Riege an augenscheinlich mit britischem Verve agierenden Schauspielern (man beachte den völlig überdrehten Alan Tudyk!) machen aus Sterben für Anfänger im Endeffekt doch ein gelungenes Ganzes.

Precious (2009)

Erstmal: Ich hab Mariah Carey nicht erkannt! Und dann: Was zu Beginn nach einer bedrückend, beklemmend, deprimierend anmutenden Coming of Age Geschichte aussieht, die so ziemlich alle Milieuklischees, in denen sich die Protagonistin aufhält, zu bedienen scheint, wandelt sich zu einer durchaus mit Lichtblicken dienenden und aufmunternd-offenherzigen Szenen ausgestatteten Erzählung. Hier werden einem die Wahrheiten der Lebensumstände nicht holzhammerartig eingetrichtert, sondern dem Zuschauer die Möglichkeit zur Reflexion gegeben. Nicht unwesentlich am Gelingen des Ganzen sind die wirklich mit Herzblut agierenden Akteure, allen voran Gabourey Sidibe, die ihrer Figur namens Precious eine herzlich-ehrliche und zugleich traurig-aggressive Attitüde verpasst.

Ich bin stolz schreiben zu dürfen: Auf großer Leinwand gesehen. Denn endlich ist auch der Weg ins Kino des Vertrauens wieder möglich. Und das gab es (erneut) zu bestaunen und in meiner Rubrik Die k.u.k.-Monarchie zu belesen:

Inception (2010)

Sieht nach insgesamt wenig filmischem Output aus, täuscht aber gewaltig. Denn es begab sich, dass ich mich in östliche Wildwest-Gefilde begab. Was mir da begegnete, wird sich demnächst hier auf diesem Blog noch etwas genauer ergründen lassen.
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4 Antworten zu Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Juni 2020

  1. bullion schreibt:

    Ich liebe „Stasrship Troopers“. Hast du dich jemals an die Fortsetzungen herangewagt?

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