#Horrorctober2020 … Ein paar Worte zu AHS: Apocalypse, Curon und Ebersberg

Der #Horrorctober im Jahr des Herrn 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Es wird also Zeit, euch an dem gesehenen Grusel doch noch ein wenig teilhaben zu lassen. Beginnen wir daher mit den auf der Liste aufgeführten Serien, die sich meine Wenigkeit über den gesamten Monat zu Gemüte geführt hat. Drei von Vier stachen dabei in mein Auge. Nur Ratched ließ sich nicht mehr in die vergangenen vier Wochen quetschen, harrt also noch einer Sichtung.

Ebersberg Staffel 2 (2017)

Die als Webserie konzipierte erste Staffel führt die dort etablierte Idee der weißen Frau von Ebersberg in der zweiten Staffel weiter aus und strickt um die Aufklärung eines Mordes herum das allmählich sich enträtselnde Geheimnis. Ebersberg arbeitet dabei mit klassischen Elementen des Grusels, der angesichts der beschränkten finanziellen Möglichkeiten doch angenehm wohlig den Rücken runterläuft. Der amateurhafte Flair der Settings und teilweise auch der Schauspieler mag zwar etwas negativ aufstossen, aber spukig-spannende Atmosphäre aufbauen kann Regisseur Manuel Weiss auf jeden Fall.

Curon Staffel 1 (2020)

Zuallererst: Der historische Aufhänger, um den herum die Serie gebaut ist, birgt einiges an Potential für geheimnisvolle, geisterhafte Geschichten. Curon hat demnach grundsätzlich ein wundervoll auf dem Tableau serviertes Setting, dass aber leider so rein gar nicht genutzt wird. Okay, würde ich unter der Prämisse rangehen eine im Kern Teenie-Serie voller Coming of Age-Elementen, Anleihen an kriminalistischem Abenteuer und mit durch die Bank weg attraktiven Protagonisten sehen zu wollen, könnte ich guten Gewissens diese Serie auswählen. Schauspielerisch funktionieren die Figuren ganz gut, wenn auch die emotionale Tiefe nie vollständig erreicht wird, was insbesondere bei den beiden Protagonisten-Geschwistern schwer ins Gewicht fällt. Der Grusel allerdings stellt sich zu keiner Sekunde ein, auch wenn Curon immer mal wieder mit kleinen Momenten eine derartige Stimmung erzeugen will, ohne dies aber jemals zu schaffen.

American Horror Story: Apocalypse (2018)

Die Anthologie-Serie hatte zwischendurch ja immer mal so ihre Auf und Abs, fand aber mit der siebten Staffel namens Cult wieder zu alter Erzählfreude zurück. Apocalypse führt dies konsequent weiter und geht diesmal noch einen Schritt darüber hinaus, denn das erste Mal in der AHS-Reihe gibt es Crossover-Elemente mit Figuren und Handlungen zurückliegender Staffeln. Und das ist ungemein effektiv! Zum einen aufgrund der Menge an alten Gesichtern, die hier in ihren alten Rollen auftauchen. Zum anderen, weil stellenweise lose Enden und angerissene Plots aufgegriffen und in die übergeordnete Erzählung von Apocalypse eingeordnet werden. Für langjährige Fans der Serie macht das Wieder- und Neuentdecken viel Spaß. Stammgäste der Reihe wie Sarah Paulson und Evan Peters glänzen wie eh und je. Besondere Stargäste, wie Joan Collins und Frances Conroy dürfen mit übermäßiger Exzentrik agieren. Das magische Setting wird mitunter blutrot eingefärbt und bietet einige sehenswerte Gore-Szenen. Apocalypse wäre wahrscheinlich sogar ein würdiger Abschluss der gesamten Anthologie gewesen. Wie wir wissen, kam noch etwas nach. Ob das eine gute Entscheidung war, werde ich wohl erst erfahren, wenn ich mich irgendwann an Staffel 9 herantraue.

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7 Antworten zu #Horrorctober2020 … Ein paar Worte zu AHS: Apocalypse, Curon und Ebersberg

  1. Wortman schreibt:

    So schlecht fand ich Curon nicht. Mir hat es gefallen.

  2. mwj schreibt:

    „Curon“ würde mich grundsätzlich interessieren, weil ich mit meiner Familie als Kind sehr oft in Südtirol Urlaub gemacht habe. Aber so toll scheint die Serie nicht zu sein, wenn man nach deinem Fazit geht.

    • Stepnwolf schreibt:

      Sofern du Grusel und Mystery erwartest, ist das eher rar gesät. Die Krimi und Teenager-Abenteuer sind da eher zu finden. Gehst du also mit weniger Horrorerwartung ran, könnte es dir dennoch gefallen. 🙂

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