#Horrorctober: The Bye Bye Man von Stacy Title

Titel: The Bye Bye Man
Regie: Stacy Title
Produktionsland: USA
Jahr: 2017
Horrorctober-2018b

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„Sag es nicht. Denk es nicht.“ Tut mir leid. Ich muss doch ein bisschen was sagen und hab auch ein wenig darüber nachgedacht. Über The Bye Bye Man, dem neusten Werk der amerikanischen Regisseurin Stacy Title. Denn es gibt so einiges anzumerken, beginnend bei der so generisch, uninspirierten Geschichte, die sich an vielen Horrorversatzstücken bedient, diese in einen großen Hexenkessel schmeißt, einmal kräftig durchrührt um am Ende etwas nicht besonders Genießbares zu kreieren. Da wäre zum einen der Protagonist Elliot, Skeptiker und Zyniker sowie später paranoid tollwütiger Mittelpunkt der Szenerie. Douglas Smith gibt sich redlich Mühe den sich immer mehr ausbreitenden psychischen Wahnsinn der Figur adäquat auf die Leinwand zu zaubern, scheitert jedoch allzuoft an den spannungsarmen Drehbuchvorgaben, die ihm wenig Spielraum für Experimente lassen. Zum anderen begegnen wir der bösartigen Präsenz, die sich immer mehr in Elliots Kopf schleicht und ihn mehr und mehr am eigenen Verstand zweifeln lässt, deren körperliche Erscheinung eine bunte Mischung aus bereits bekannten Figuren der Horrorwelt darstellt und bei der Creepiness so mal überhaupt gar nicht punkten kann. Hinzu kommen obligatorische Sidekicks, wie die ermittelnde Polizeibeamtin mit erst wenig Durch- und dann explosionsartigem Weitblick (Carrie-Anne Moss ist in der Rolle komplett verschwendet) und die mystisch-verrückte Freundin mit erkenntnisbringender Aufgabe. Auch die heraufbeschworene Dreiecksbeziehung gewinnt dem Zuschauer nur ein müdes Lächeln ab, da diese zu konstruiert und wenig plausibel erscheint. Wo die Geschichte und Figurenkonstellation dezent scheitert, fängt die visuelle Ebene zumindest in Ansätzen dieses Manko auf. Zwar zitiert Stacy Title auch hier munter aus anderen Werken des Genres, kombiniert diese aber stellenweise zu anschaulichen Bildsequenzen, die immerhin konsequent einer dunklen Farbpalette entstammen und verleiht The Bye Bye Man dadurch atmosphärisch anmutige Bilder. Die musikalische Einbettung wiederum folgt der klischeehaften ‚zur-rechten-Zeit-die-bedrohlich-klingenden-Melodien-rauskramen‘ Schiene, fällt demnach auch nicht weiter auf, weder negativ noch besonders positiv.

Sollte ich es nun an diesem Punkt sagen oder vielleicht doch nur denken?

Okay. Ich sag’s mal so: The Bye Bye Man schaut (vor allem auch im Trailer) schaurig-spannend aus, scheitert aber an einer grauenerregend-langweiligen Nullachtfünfzehn Story ohne Flair und Feeling für die agierenden Figuren. Stacy Title vermischt diverse Elemente aus allseits bekannten Horrorfilmen der Vergangenheit und produziert ein Potpourri, welches bis zum (natürlich obligatorischen offenen) Ende ohne Verve und Inspiration auftritt. Am besten also erst gar nicht den Film willkommen heißen, dann spart ihr euch auch einen unbefriedigenden Abschied.

Dieser Film ist gleichzeitig Teil meiner Reihe #52FilmsByWomen.

 

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