Die Filmreise-Challenge: Zweiter Zwischenstopp

Nach dem ersten Zwischenstopp geht uns nun fix weiter bei unserer Reise um die Welt und darüber hinaus. Ihr wisst nicht, wovon ich da rede? Ein Klick auf das Banner lässt euch nicht dumm sterben, sondern wissentlich reisen.cropped-filmreise-banner1

#23 Schaue zwei Filme, die auf fremden Planeten oder im All spielen

Der erste Kandidat hierfür stammt aus dem im Kern spannenden Franchise rund um Cloverfield und kreist um die Besatzung einer internationalen Raumstation, die genau dies tut: die Erde umkreisen. The Cloverfield Paradox stellt sich ein wenig als Hybrid aus SciFi- und Horrorelementen heraus, der stringent erzählt, aber dadurch auch ein wenig zu vorhersehbar auftritt. Der passend zur Raumstation internationale Cast spielt den jeweiligen Rollen gemäß überzeugend, sofern das Drehbuch Entfaltung erlaubt. Gerade ein Daniel Brühl muss dabei positiv erwähnt werden. The Cloverfield Paradox bietet erste Deutungen zur Herkunft der Monster aus dem ersten Teil der Reihe, ist ansonsten aber relativ losgelöst von der Grundstory. Es bleibt spannend zu sehen, wie zukünftig mit den nun eröffneten Andeutungen filmisch umgegangen wird. Genug Potential besteht.

#37 Schaue zwei Film über zwei Einzelsportler/innen (keine Biopics)

The Wrestler glänzt mit einem großartig aufspielenden Mickey Rourke als Protagonist Randy „The Ram“ Robinson, dessen erfolgreichste Jahre bereits einige Zeit zurück liegen. Rourke interpretiert den ständig abgebrannten, körperlich verbrauchten, seelisch gebrochenen und doch immer wieder sich aufbäumenden Ex-Wrestling-Superstar mit einer körperlichen Präsenz, die stellenweise sprichwörtlich unter die Haut geht und dort unangenehm schmerzt. Die kleinen, aber feinen Nebenrollen sind mit der immer sehenswerten Marisa Tomei und einer leider zu wenig Screentime – die aber optimal nutzend – habenden Evan Rachel Wood besetzt. The Wrestler ist im Oeuvre des Regisseurs Darren Aronofsky wohl das konservativste und zugänglichste Werk und auch deshalb besonders sehenswert.

#55 Schaue zwei Biopics über zwei männliche Personen

Charlie Hunnam hat durch seine Darstellung von Jax in der Serie Sons of Anarchy einige Kredibilität bei mir erlangt und kann auch bei The lost city of Z dem Protagonisten Percy Fawcett genug Leben einhauchen, um zumindest mein recherchierendes Interesse zu dieser (britischen) historischen Persönlichkeit zu wecken. Was der Film jedoch nicht wirklich schafft, ist das emotionale Eintauchen in diesen Entdeckerkosmos. Regisseur James Gray will zu viel Inhalt in zu wenig Zeit verpacken und verliert sich dennoch zu oft einfach nur in den – zugegebenermaßen visuell anspruchsvollen – Dschungellandschaften. Ebenso verloren kommt man sich beim Rezipieren vor. The lost city of Z schafft es nicht ein anhand der Vita interessantes Leben auch interessant umzusetzen, sondern versinkt zusehends im Grün der südamerikanischen Wälder.

So. Wieder einmal durchgekämpft durch den undurchsichtigen und endlos wie das All erscheinenden Filmdschungel und unbeschadet am Hotelpool angekommen. Jetzt wird erst einmal relaxt, bevor es dann weiter geht bei der Filmreise-Challenge. Demnächst wieder hier…

 

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Das (Spätabend-)Lied zum Sonntag

Werte Gemeinde,

am sehr späten Sonntagabend sprechen wir nicht viel, sondern nehmen uns die Freiheit einfach nur über Freiheit nachzudenken. Die Freiheit leben zu dürfen und nicht durch die Hand (und die frei zugängliche Waffe) eines anderen sterben zu müssen. Die Freiheit aus der (türkischen) Unfreiheit entlassen zu werden. Die Freiheit sich zu mitternächtlicher Stunde kurz zu fassen. Die Freiheit das Wochenende ausklingen zu lassen.

Im freien Fall… 

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Kurz und knackig: Die Flimmerkiste Februar Teil 1

The Circle (2017)

Wer das Buch kennt, weiß um ein paar Twists, die im Hinblick auf die digitale Allmacht zu unerwarteten (wenn auch nur kurzzeitigen) Änderungen führen. Dieser Plot bleibt im Film so gut wie außen vor (und damit auch die Figur des eigentlich interessanten Ty Kalden, weshalb John ‚Finn‘ Boyega leider auch völlig überflüssig ist). Die Grundidee finde ich noch immer faszinierend, den Werdegang der Protagonistin jedoch nicht wirklich. Schuld daran trägt nicht Emma Watson, aber die zu gerafft erzählte Entwicklung ihrer Mae, die dadurch für den Zuschauer in ihrer vollkommenen Wandlung nicht nachvollziehbar wird. Auch weil diese Mae allein von ihrer Intelligenz her viel eher die ganze Maschinerie durchschauen müsste. Aber diese Diskrepanz hat mich auch schon im Buch gestört.

Rings (2017)

Der erste Ring-Film (der amerikanischen Remakes) war durchaus ein gelungener Horrorfilm, auch weil Samara (Sadako im japanischen Original) eine ziemlich gruselige Gestalt ist. Die gelungene Atmosphäre von The Ring erreicht Rings leider zu keinem Zeitpunkt. Viel zu offensichtlich und schematisch wird die Vergangenheit Samaras mit Hilfe der Protagonistin aufgedröselt. Da ist nichts innovatives dran. Samara ist zwar weiterhin eine der besten erfundenen Horrorfiguren, kann dem Film aber keine schreckhaften Impulse geben. Rings enttäuscht auf ganzer Linie und zerstört ein wenig den guten Ruf des ersten Teils der Reihe.

Tatort: Der kalte Fritte (2018)

Der Weimar-Tatort war auch schon besser. Die Spiellaune und der Spaß, der zwischen Tschirner (alias Kommissarin Dorn) und Ulmen (alias Kommissar Lessing) entsteht, ist den beiden zwar anzusehen. Aber die Krimigeschichte drumrum war diesmal mehr als mau. Da helfen dann auch die kleinen beziehungstechnischen Rangeleien der ermittelnden Kommissare nur bedingt über die aufkommende Langeweile und man erwischt sich dabei, ständig auf die Uhr zu schauen, um die Tagesthemen zu erwarten.

Auf den Leinwänden der Stadt habe ich drei Filme konsumiert. Interessanterweise jeden Film in einem anderen Kino. Die komplette kulturelle Landschaft muss ja wirksam unterstützt werden.

Star Wars: The last Jedi (2017)

Was lange währt, wird gut? Sagen wir es so: Natürlich hat mich auch der Mittelpart der dritten Trilogie im Star Wars Universum gefangen genommen. Ich mochte den Plot rund um Rey und Kylo Ren (Adam Driver schafft es endlich dem ‚Bösen‘ mehr Konturen zu geben). Ich frage mich noch immer, welche Rolle der Finn-Strang (John Boyega ist weiterhin der etwas tollpatschige Held) und dessen überflüssige Liebesgeschichte spielte.   Ich war begeistert über Lukes tiefere Charakterisierung als in so ziemlich allen drei Teilen der Originaltrilogie zusammen (wunderbar interpretiert von Mark Hamill). Aber dieses Kämpfen an mehreren Erzählfronten funktionierte diesmal in summa nur so semioptimal und produzierte stellenweise doch ein wenig Leerlauf. Vielleicht ist das aber auch das Schicksal von Mittelteilen einer Trilogie.

The killing of a sacred deer (2017)

Unser aller liebster Grieche Giorgos Lanthimos beglückt (wahlweise erschreckt) die Filmlandschaft mit seinem neusten Werk, das an der philosophischen Grundprämisse ‚Was ist dir ein Menschenleben wert?‘ kratzt und den Protagonisten vor eine grausige Wahl stellt. Lanthimos folgt dabei seinen antiken Vorfahren und bietet ein modernes griechisches Drama in vollstem Umfang und mit allen Konsequenzen. Und konsequent ist er auch beim Durchexerzieren der Stadien, die bis zum schockierenden Finale durchlaufen werden. The killing of a sacred deer ist kein Wohlfühlkino. Nach dem Genuss (und das klingt aufgrund der Handlung ziemlich makaber) des Werkes bleiben Zweifel und Schuldgefühle zurück. Gleichzeitig Scham und Unverständnis. Und dennoch auch Mitgefühl. The killing of a sacred deer ist emotional extrem einnehmend und noch lange danach aufwühlend zurücklassend. Und unfassbar gut.

Three billboards outside Ebbing, Missouri (2017)

Apropos unfassbar gut: Gebt der formidabel aufspielenden Frances McDormand bitte für diese Performance den Oscar. Denn der ist wohlverdient. Sowieso glänzt hier das komplette Ensemble bis in die kleinste Nebenrolle. Three billboards schafft etwas, was wenig Filmen gelingt: die Balance zwischen tragischen und komischen Elementen zu halten und gleichzeitig ein schweres Thema darin einzubetten. Man erkennt in jeder Sekunde die Handschrift des Regisseurs. Insbesondere sein fieser Humor, der einen lauthals lachen lässt um im gleichen Moment (und nach dem Erkennen der eigentlich nicht lustigen Grundthematiken – ja es gibt einige, die angesprochen werden) abrupt daran zu ersticken, durchzieht das gesamte Werk. Und gerade das zeichnet den Film aus. Das und das famose, leicht hinterwäldlerisch angehauchte, provinzielle Setting.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #82

Heute dürfen wir bei den besten Fünf mal wieder in Träumen schwelgen. In Träumen von Filmstars, die wir – wie drückt sich Gorana so schön aus – nicht nur aufgrund des schauspielerischen Könnens gern anschauen. Bei mir sind dies natürlich die weiblichen Vertreter der Garde und das da jetzt irgendeine Überraschung auftaucht, bezweifle ich selbst am meisten. Aber lasst uns doch mal die Theorie überprüfen… 🙂

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Die 5 Filmstars, die mir besonders ans Herz gewachsen sind.

(1) Natalie Portman

Für immer die Nummer Eins, ohne Wenn und Aber. Hübsch anzuschauen in jedem Film, egal ob sie Glatze trägt oder unter einer Maskerade versteckt ist. Besonders gecrusht hat es bei mir aber bei Sam. In diese Frau muss man sich einfach verlieben…

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(2) Winona Ryder

Muss ich jetzt echt nochmal erwähnen warum? Muss ich? Okay: Lelaina Pierce! Natürlich!

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(3) Keira Knightley

Wir müssen nicht darüber diskutieren, das Ms. Knightley eine attraktive Frau ist. Denn das ist sie. Was mich nur immer wieder wundert: Man könnte sich in so ziemlich jedem Film, dem sie beiwohnt in sie verknallen, zum Beispiel weil sie Vinyl-Liebhaberin ist. Aber ich war besonders vernarrt in Domino. Eine Rolle, die so völlig konträr ihrer sonstigen Figuren ist. (Wahrscheinlich gerade deshalb.)

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(4) Jana Pallaske

Gerade zu Beginn ihrer Karriere spielte sie gern mal die verlorene Seele. Die melancholisch-misanthropisch veranlagten Figuren. Ich mag sie noch immer besonders als Engel (auch wenn sie sich im Film nicht wirklich engelsgleich verhält).

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(5) Emily Browning

Über die generelle bisherige schauspielerische Leistung lässt sich bei Ms. Browning sicher streiten und ich könnte jetzt auch keine spezielle Rolle nennen, die mich verleiten würde sie abgöttisch zu lieben. (In American Gods ist sie aber wirklich sehenswert – auch schauspielerisch.) Aber es gibt da etwas, was ich an ihr dann doch abgöttisch mag: Ihre Augen! Grundgütiger! Diese Augen! Unfassbar!

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Media Monday #346

Eine Einleitung? Wozu braucht es überhaupt eine Einleitung? Ist doch überflüssig. Gehen wir doch einfach sofort in Media(s) (Monday) res…

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1. Der Hype, der um frisch veröffentlichte Trailer (wie beispielsweise zu Hype!) entsteht, kann nicht real sein. Warum fragt ihr? Weil die Dokumentation schon ein wenig älter ist und es damals Begriffe wie Hype gar nicht gab. Außer für Dokumentationen wie Hype! über musikalische Hypes wie Grunge. Genug gehypt. 

2. Wenn draußen die Karnevals-Jecken toben und feiern, sind sie zu späterer Stunde sicher alle am reiern… (Goethe 2.0)

3. Am besten sind Spezialeffekte ja eigentlich immer dann, wenn sie sich nahtlos in das Geschehen einfügen. Paradebeispiel hierfür ist bestimmt irgendein Film, dessen Titel mir gerade so spontan partout nicht einfallen will. Schade. So werden wir wohl nie erfahren, wie nahtlos sich die Spezialeffekte in diesen entfallenen Film einfügen. Und gehen stattdessen nahtlos zum nächsten Punkt über.

4. Von all den Lizenzprodukten, die man so zu diversen Franchises bekommt, habe ich definitiv keines zu Hause, weil mich vielleicht das Franchise, aber nicht wirklich die Merchandising-Artikel drumrum interessieren.

5. Theaterstücke, die als Film adaptiert werden, gehören seit es bewegte Bilder gibt zur Filmbranche dazu. Ich will gar nicht zählen müssen, wie oft der gute Bill Shakespeare schon für den Screen adaptiert wurde. Manchmal sehr gut (Romeo + Juliet). Manchmal eher so lala (der Justin KurzelMacbeth). 

6. Beim Bücherkauf lasse ich mich ja vorrangig von nichts inspirieren/beeinflussen, weil Wölfe sich nicht beeinflussen lassen, sondern ihren eigenen Kopf haben. 

7. Zuletzt habe ich den Weimarer Tatort gesehen und das war diesmal eher so lala (ja, wie der Justin Kurzel-Macbeth), weil zum einen der Fall sehr uninspirierend und zum anderen Frau Dorns Poledance Einlage eher in die Kategorie ausbaufähig einzuordnen war. Eine Anastasia Sokolova wird Nora Tschirner in diesem Leben wohl nicht mehr. 

Dann tanzt mal schön durch die Woche…

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