Der Blogventskalender: Tür 15

themagnoliablossom

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich zum ersten Mal auf diesen Blog gelangt bin. Ich weiß aber, was mich zuallererst auf diesem Blog festhielt. Das war das Zitat, das immer noch über dem Namen des Blog thront. Mittlerweile weiß ich, warum es mich stets aufs Neue auf themagnoliablossom zieht: Es ist die locker-lässige Schreibe von Julia, die mal versteckt und manchmal ganz offen aus ihrem Leben erzählt. Es ist gleichzeitig die Leichtigkeit mit der sie Worte schweben lässt und drumherum eine Geschichte baut, die so gut und genau beschrieben ist, das Bilder im Kopf entstehen und so die Geschichte zum Leben erwecken. Und wenn man sich die Vielseitigkeit ihrer schreibenden Aktivitäten so anschaut, kommt man nicht umhin, die werte Dame das Lied zum Zitat singen zu hören, weil es mit Sicherheit als ihr Lebensmotto fungiert. Denn alles wird gut, vor allem Julias Texte. Immer wieder und ohne Zweifel…   

>> Tür 14 <<     Der Blogventskalender     >> Tür 16 <<

 

Advertisements
Veröffentlicht unter und Ich | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Der Blogventskalender: Tür 14

Going to the Movies

Willkommen beim Don. Oder war es am Don? Egal. Der Don schreibt (wer hätte es gedacht?) über Filme. Größtenteils zumindest. Ab und an rutscht ihm auch mal eine Serie an den Augen vorbei durch die Finger und danach findet sich dazu kritisierenderweise auch etwas auf Going to the Movies. Ich mag insbesondere die offenherzige, frische Schreibweise, die sich immer diesen normalen Filmfanblick bewahrt und nur selten das monoton anmutende, trockene Filmrezensionswortmaterial verwendet. Der Don ist im Herzen eben ein richtiger Filmnerd (oder doch Cineast?) und schaut sich jedwedes Werk aus diversen Genres begeistert (ab und an dann auch mal entgeistert) an. Und nachdem er es nun endlich geschafft hat die Rocky- und Rambo-Reihe zu konsumieren, wäre auch diese filmische Bildungslücke geschlossen. Herzlichen Glückwunsch. Alles richtig gemacht. Genauso richtig, wie der Besuch beim Don. Daher lege ich hiermit allen ans Herz: Unbedingt zu Going to the Movies gehen. Hätte auf englisch sicher cooler geklungen… Ach ja, Don, die Herzen in diesem Text darfst du behalten und beherzt in einer kommenden Filmkritik verbraten. 

>> Tür 13 <<     Der Blogventskalender     >> Tür 15 <<

 

Veröffentlicht unter und Ich | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

#52FilmsByWomen: Jane Campion Doublefeature

So kurz vor Ende des Jahres widmen wir uns einer Regisseurin gleich mit zwei Werken ihres doch recht überschaubaren Oeuvres. Eines davon ist mit Abstand ihr bekanntestes und wenn es ikonische Bilder aus Filmen bedarf, fällt einem unter anderem immer das Piano am Strand, umspült von geischendem Wasser ein. The Piano exerziert in Reinform die Emanzipation einer Frau durch, was zu einem roten Faden der Erzählungen von Jane Campion avanciert. Denn auch im zweiten Werk The Portrait of a Lady spielt die weibliche Hauptfigur eine wesentliche Rolle, wenn es um das emanzipatorische Frauenbild der erzählten Zeit geht. Auffallend nah beieinander liegen die filmischen Zeitalter in beiden Werken. Ein Grund mehr sich beiden Filmen rezensierend zu nähern.

The Piano


Halten wir zu Beginn eines fest: Ohne die fabelhafte Performance von Holly Hunter würde The Piano bei weitem nicht die erzählerische Brisanz entwickeln, die es Bedarf, um voll und ganz eintauchen zu können in dieses Werk. Denn wir haben es hier mit einem durchaus sperrigen, in vielen Facetten spannungsarmen Stück zu tun, das einzig durch die Schauspieler Leben und Kraft entfaltet. Neben Ms. Hunter glänzt zum einen der verführende Charmeur und Hitzkopf Harvey Keitel, zum anderen der gehörnte, ruhig-zurückhaltende Sam Neill. In Kombination und Interaktion verbreitet das Trio Infernale den Sog, den nur die rauen Dschungelbilder und nassen Strandpanoramen allein nicht bewirken würden. Die Figur der Ada McGrath ist spannend genug, insbesondere aufgrund des Handicaps nur über Mimik und Gestik zu agieren. Die Emotionalisierung geschieht über ihr Klavierspiel, mit dem sie von Angst über Zorn bis Liebe so ziemlich jede Klaviatur der Gefühle anspricht. Michael Nyman gebührt daher ein nicht unwesentlicher Dank für die musikalische Einbindung in die Handlung. Das Klavier bildet gleichzeitig aber auch den metaphorischen Rahmen für die Emanzipation von Ada. Weshalb auch das Ende konsequent der Logik folgt, das das Instrument als Spiegelbild der Figur dient und dementsprechend befreiend wirkt. Das Piano in The Piano ist eben nicht schmückendes Beiwerk, sondern immanent wichtig für die gesamte Erzählung, dementsprechend prominent wird es auch den gesamten Film über in Szene gesetzt als stiller Beobachter, Auslöser von Aktionen und die Handlung dominierendes Objekt. Um nicht zu sagen fast schon eigene Figur. Dieser Faktor macht Jane Campions Werk zu dem was es ist: Ein emanzipatorischer Weckruf in musikalischem Gewand.

The Portrait of a Lady


In gewisser Weise stellt The Portrait of a Lady den umgekehrten Prozess der Emanzipation dar, weil hier die Protagonistin aus dem freien, unabhängigen Leben aufgrund materieller Möglichkeiten in das enge Korsett einer Ehe ohne Ausweg schlittert und dabei bis zur Selbstaufgabe agiert. Jane Campion adaptiert Henry James‘ Roman, stutzt ihn zwar mächtig zusammen, ohne jedoch die Quintessenz der Hauptfigur Isabel Archer zu negieren. Auch hier steht und fällt das Gesamtwerk mit den schauspielerischen Leistungen. Die noch junge Nicole Kidman verleiht ihrer Isabel genug Tiefe um den Zuschauer mit ihren Entscheidungen hadern zu lassen. Der charakterliche Wandel wird von Ms. Kidman überzeugend dargestellt, selbst wenn man sich ständig fragt, warum tut sie sich das an, angesichts der zu Beginn so stark erscheinenden Persönlichkeit. Faszinierend und dominierend agiert aber vor allem John Malkovich als Gilbert Osmond, dessen Arroganz, Exzentrik und egoistisch-patriarchalisches Auftreten ständig fluchende Verwünschungen meinerseits evozierte. Was für eine Figur und mit welcher Inbrunst interpretiert. Hut ab! Ebenfalls erwähnt werden muss Barbara Hershey, deren Figur der zuerst liebenswerten, dann intriganten und schlußendlich bereuenden Serena Merle in den kurzen Auftritten imposant in Szene gesetzt wird. The Portrait of a Lady macht dem Filmtitel alle Ehre, gelingt es Jane Campion nämlich gekonnt den Fokus nicht nur narrativ, sondern auch in der Bildauswahl auf Ms. Kidman zu legen. Ihr wird die unabdingbare Aufmerksamkeit zuteil. Mag diese auch das Auf und Ab einer mit sich selbst und den Umständen kämpfenden Frau thematisieren, die das Edikt der Freiheit für die Konventionen der Ehe aufgibt, um schlußendlich dann doch unter herben Verlusten den Kreis zu durchbrechen.

Bildschirmfoto 2017-12-13 um 19.43.59

Dramatisches Kino mit starken Frauenfiguren, die umso mehr glänzen, weil ihre männlichen Mitspieler keinen Deut schlechter agieren und somit das Gesamtniveau der Akteure weit oben ansiedeln. Jane Campion gibt sowohl in The Piano als auch in The Portrait of a Lady den Protagonistinnen den Spielraum sich zu entfalten, seelisch zu entblättern und charakterlich zu wachsen. Ihre Bilder bedienen klassische Sehgewohnheiten, entwickeln vereinzelt aber auch ikonische Größe, vor allem ihr bestes und bekanntestes Werk bleibt bildhaft in Erinnerung. Dennoch sind beide Werke sperrig und verlangen nach konsequenter Aufmerksamkeit. Was bei den ebenfalls vorhandenen Szenen, die ’nur‘ schön anzusehen sind, aber keinen handlungsrelevanten Inhalt transportieren, besonders schwer fällt. Bei Fans schneller, intensiver Erzählungen wird hier keine Freude aufkommen. Die langsamen Bilderwelten bedürfen ruhiger Rezeption. Dann wird einem die verborgene Brillanz der tiefergehenden Geschichten aber offenbar.

Diese Rezension erscheint im Rahmen der Aktion #52FilmsByWomen, das sich den Regisseurinnen widmet. Mehr dazu unter http://womeninfilm.org/52-films/.

 

Veröffentlicht unter Mensch, und Ich | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Der Blogventskalender: Tür 13

Miss Booleana

Schreibe ich auf einem Taschenrechner die Ziffern 38317 und drehe ihn um, kommt Liebe dabei raus. Ob 1100101 allerdings ‚Ich liebe dich‘ heißt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nutze aber einfach mal eine wenn/dann-Funktion: Wenn das jemand weiß, dann ganz sicher Miss Booleana. Als IT-Fachfrau (Ja, richtig gelesen!) dürfte die Antwort nicht schwer fallen. Nicht schwer fällt es der liebreizenden Dame auch verschiedene Dinge auf ihrem Blog zu präsentieren, die alle interessant und wissenswert zugleich sind. Daher spontan eine Runde „7ème art – ein Blog, sieben Punkte“: 1. Sie mag Mangas. 2. Sie ist definitiv eine planende und disziplinierte Person. 3. Sie blogparadiert gern und wertet diese statistisch umfassend aus. 4. Sie wandert und malt, aber seltsamerweise keine Landschaftsbilder. 5. Sie findet Hundreds toll (ich auch). 6. Sie ist auch ‚in live‘ so megasympathisch (und attraktiv) wie ihr Geschreibsel. 7. Sie wohnt in der Stadt, die auch ich eine zeitlang meine Heimat nennen durfte. Und als booleanaschen Bonus noch 8. Sie ist die einzige Person auf der Welt, die das Wort Regisseur immer falsch schreiben darf, ohne dafür von mir im gehässigen Germanisten-Besserwisser-Affekt gerügt zu werden. 

>> Tür 12 <<     Der Blogventskalender     >> Tür 14 <<

 

Veröffentlicht unter und Ich | Verschlagwortet mit , , | 4 Kommentare

Der Blogventskalender: Tür 12

Roe Rainrunner

Mich würde ja mal so wirklich interessieren, ob die Roe tatsächlich nur bei Regen läuft oder ob sie denn überhaupt läuft. Liest man auf dem Blog Roe Rainrunner ihre stets amüsanten, mit einem bittersüssen, ironischen Unterton versehenen, aus dem Leben erzählenden und eine gehörige Portion schwarzen Humor zelebrierenden Geschichten, kommt man nicht umhin zu sagen: Tja, da ist die Roe mal wieder vom Regen in die Traufe geraten. Und nachdem man das sagt, muss man erst einmal herzhaft lachen, wie ebenfalls bereits mittendrin in diesen wunderbar lebensnahen Anekdoten. Von Laufen liest man da aber eher weniger, um nicht zu sagen gar nichts. Alles nur Fake News auf dieser Seite. Roe heißt weder Roe, noch rennt sie durch den Regen. Die bindet uns doch einen Bären auf. Aber einen höchst unterhaltsamen. Also so ne Art Tanzbär, möchte ich behaupten. Bestimmt genau der Bär, der mit mir – dem Wolf – tanzt… 

>> Tür 11 <<     Der Blogventskalender     >> Tür 13 <<

 

Veröffentlicht unter und Ich | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare