Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #13

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Mit der heutigen die fünf besten Runde gibt mir Gorana eine schöne Steilvorlage, denn wann hab ich schon die Gelegenheit für deutsches Filmgut Werbung zu machen? Okay, mache ich ja immer. Aber diesmal kann ich mich tatsächlich komplett darauf konzentrieren. Oder zumindest fast komplett. Es gibt ja auch noch den einen oder anderen Film von anderen, fernab des angelsächsischen Gebietes ansässigen und arbeitenden RegisseurInnen.

Die 5 besten NICHT englischsprachigen Filme

(1) Absolute Giganten (1999)

Die Atmosphäre. Die Bilder. Die Musik. Die Charaktere. Die Schauspieler. Die Geschichte. Hier stimmt einfach alles. Einer der besten deutschen Filme aller Zeiten…

(2) La vie d’Adèle (2013)

Sinnlich. Berauschend. Aufwühlend. Höchst emotional. Liebenswert. Lebenswert. Wert gesehen zu werden!

(3) Hotaru no Haka – Die letzten Glühwürmchen (1988)

Animes sind wahrlich nicht mein Genre. Aber dieser Film hat es mir angetan. Unglaublich anrührend und unsagbar traurig. Und dennoch irgendwie einen kleinen (glühwürmchen-hellen) Hoffnungsschimmer verbreitend.

(4) Lola rennt (1998)

Tom Tykwer hat damit einen Klassiker geschaffen. Das Duo Lola und Manni muss man ständig mit einem Schmunzeln betrachten. Der Erzählstil ist dynamisch-divergent und ständig (dem Filmtitel entsprechend) in Bewegung. Stillstand gibt es hier nicht.

(5) La vita è bella (1997)

Kindisch erzählt. Mit so viel Liebe und Zuneigung und einer großen Portion Komik in der noch größeren Tragik der Geschichte. Roberto Benigni ist unbeschreiblich präsent.

 

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52 Schlüsselwörter: Eine Film-Challenge IX

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Der September neigt sich dem Ende entgegen und somit wird es wieder Zeit sich den vier Wörtern von Hotarus Filmchallenge zu widmen. In diesem Monat sollten folgende Begriffe in Filme integriert werden: Auto, Monster, Polizist/in und Buch. Auf geht’s…

36. Auto: Thelma and Louise von Ridley Scott (1991)

Ein Roadmovie ohne Auto ist irgendwie kein richtiger Roadmovie. Das wäre also ungefähr genauso wie Thelma ohne Louise. Nämlich nichts Halbes und nichts Ganzes. Und wer will das schon?

37. Monster: Godzilla von Roland Emmerich (1998)

Nur so viel: Ein ziemlich schlechter Film, aber ein verdammt guter Soundtrack…

38. Polizist/in: Cop Land von James Mangold (1997)

Bei diesem Film scheiden sich immer die Geister. Auf der einen Seite ist die Geschichte nicht wirklich neu und von Mangold auch nicht besonders innovativ umgesetzt. Auf der anderen Seite zeigt Stallone hier, das er den stupiden Rambo (aus den Fortsetzungen, wohlgemerkt) auch hinter sich lassen und in einer Rolle aufgehen kann. Ich habe mich von Cop Land damals sehr gut unterhalten lassen, muss aber gestehen, das ich den Film schon sehr lange nicht mehr gesehen habe. Vielleicht sähe meine Meinung heute etwas anders aus…

39. Buch: The Book of Eli von Albert und Allen Hughes (2010)

Ein Film, dessen Titel suggeriert, das es ein besonderes Buch gibt, das es zu finden gilt. In gewisser Weise ist das auch so. Nur das das Buch eine Person ist. Nämlich Eli (gespielt von Denzel Washington), der das Buch der Bücher (Ihr wisst schon welches!) auswendig kennt und in einer postapokalyptischen Welt den einzigen noch lebenden Mensch mimt, der dieses Wissen bewahren und schützen kann. Unter allen Umständen und mit allen Konsequenzen.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #12

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Gorana wieder. Kaum ist es Donnerstag, kommt sie mit den fünf besten um die Ecke. Und da ich dort, an dieser ominösen Ecke, gerade sinnlos rumstand, hab ich einfach mal den narrativen Faden aufgenommen und spinne ihn nun ein wenig fort. Womit wir beim heutigen Thema wären: eindrucksvollen Geschichten im Film. Fünf Erzählungen sind mir spontan über den Weg gelaufen. Ungeordnet. Also sozusagen ohne roten Faden, der eine Geschichte zumindest in Ansätzen durchziehen sollte, um Sinn zu ergeben. Klingt komisch? Ist es auch. In den folgenden fünf Filmen sind die Geschichten definitiv besser erzählt als in meiner Einleitung…

Welche 5 Filme erzählen die eindrucksvollste Geschichte?

(1) Atonement (2007)

Was für tolle Bilder und was für eine wunderbare Geschichte. Aber bei der gelungenen Buchvorlage konnte man bei der Verfilmung eigentlich nicht viel falsch machen.

(2) War and Peace (1956)

King Vidor’s episches Werk eines sowieso schon epischen Werkes. Mit überbordenden Schlachtszenen und einer – wie immer – eindrucksvollen Performance der großen Audrey Hepburn.

(3) The Sixth Sense (1999)

Eine der überraschendsten Wendungen innerhalb der erzählten Geschichte und noch immer der beste Film von M. Night Shyamalan.

(4) E.T. the Extra-Terrestrial (1982)

Moderne Märchen sind doch immer etwas feines. Und dieser spielbergsche Vertreter bietet eine wunderbar schöne Geschichte mit einem – psssst, Spoiler – Happy End.

(5) The Big Sleep (1946)

Komplex. Kurios. Künstlerisch ansprechend. Und nicht zu vergessen: im beeindruckenden Film Noir Stil fotografiert.

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Kurz und knackig: Die Flimmerkiste September Teil 1

Hross i Oss – Von Menschen und Pferden (2013)

Die Isländer sind ein seltsames kleines Völkchen und sie haben seltsame kleine Pferde (die auch noch genau so heißen – also Isländer). Deshalb drehen die Isländer mit Isländern (also Pferd und Mensch) seltsame kleine episodenhafte Filme. Aber: es sind äußerst sympathische, ruhige, manchmal komisch anzusehende, traurige, augenzwinkernde und natürliche Szenerien, die sich einem hier auftun. Kleine Geschichten über die Symbiose zwischen Mensch und Tier und die Konsequenzen dieser Wechselwirkung, inklusive tödlichen Ausgängen auf beiden Seiten. Und einem Zitat aus Star Wars. Aber das findet man nur, wenn man sich Von Menschen und Pferden anschaut, was ich empfehlen würde.

Unfriended (2014)

Die Idee der Geschichte ist nicht neu: Geist oder eine irgendwie geartete Präsenz drangsaliert die noch Lebenden, weil es noch eine bestimmte offene Rechnung zu begleichen gilt. So weit, so uninspiriert. Die filmische Umsetzung allerdings kann als gelungen bezeichnet werden, weil Regisseur Levan Gabriadze fast komplett auf der Social Media- und digitale Kommunikationsebene erzählt. Und das funktioniert ausgesprochen gut, auch weil man gezwungen ist, aufmerksam zu bleiben und dadurch die raren Schreckmomente umso intensiver wirken. Haunted House Horror 2.0

Terminator: Genisys (2015)

Okay, okay. Wir haben ein paar wunderschöne Reminiszenzen an den Original-Terminator und Schwarzenegger in seiner eigentlich nur noch selbstironischen Rolle entlockt einem ein leichtes Schmunzeln. Aber was bleibt ansonsten? 0815-Action, eine vor Logiklöchern wie ein Schweizer Käse aussehende Story und irgendwie nur bemüht agierende Schauspieler. Auch wenn das Ende (wieder mal) offen gestaltet ist, wäre eine Fortführung des Franchise nicht ratsam.

Wild Card (2015)

Wenn ich einen Jason Statham Film sehen will, dann lege ich vor allem auf eines Wert: brachiale Action und ein paar so coole Sprüche, das die Hölle (fast) zufriert. Wild Card allerdings versucht dem Klischee zu entgehen und dem Transporter eine Charakterrolle anzuheften. Das geht ziemlich schief und das liegt nicht einmal so sehr an Statham selbst, sondern viel eher an der schon tausendmal erzählten Geschichte in dieser schon tausendmal verwendeten Umgebung. Dann doch lieber ein weiterer Crank!

Allegiant – Die Bestimmung (2016)

Der Dritte Teil der Reihe (und natürlich ist dieser, der Unsitte des Genres folgend, noch einmal aufgesplittet) offenbart die eklatanten Schwächen: Allegiant hat nichts Neues zu erzählen. Klar, unsere Heldin (und ihr liebestrunkener Bodyguard) erfahren endlich, was außerhalb der Mauern Chicagos vor sich geht. Aber eigentlich ist es dort nicht anders als innerhalb. Allegiant erzählt die gleiche Geschichte nur in einem (vorwiegend) anderen Setting. Und da mir vor allem dieses abgewrackte Chicago der ersten beiden Teile so gut gefiel, vermisse ich das hier. Uninspiriertes Erzählen ohne Überraschungsmomente. Das endet bestimmt nicht gut.

Im großen Erzählkino mit den Popcorneimern (die es in dem besuchten Kino jedoch nicht gibt), konnte ich diesen Film begutachten:

Toni Erdmann (2016)

Was für ein Film! Vorher so gedacht: Mehr als zweieinhalb Stunden einem Werk von Maren Ade folgen, wird bestimmt sehr anstrengend. Danach nur so gedacht: Wow! Großartig geschauspielert (und zwar in doppelter Hinsicht) von Peter Simonischek. Spätestens als er sich selbst die Maske des Toni Erdmann aufsetzt, reißt er die so oberflächlichen, nichtssagenden, gestressten Masken der Business-Gesellschaft – die hier vorbehaltlos karikiert wird – reihenweise herunter. Inklusive die seiner Tochter (mal wieder eine Glanzleistung von Sandra Hüller), deren so erfolgreiches Leben von Einsamkeit, Trostlosigkeit und ständigem Arbeitsdruck geprägt ist. Toni Erdmann ist Gesellschafts-, Kapitalismus- und Sozialkritik in einem, schafft es glänzend die Balance zwischen tragisch-dramatischen und grotesk-komischen Elementen zu halten und fühlt sich im Endeffekt so gar nicht wie zweieinhalb Stunden an. Sondern eher wie ‚Könnte mein Film des Jahres werden.’…

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #11

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Die heutigen 5 Besten waren echt schwer zu finden, weil erstens sind Kultfilme an sich eine ziemliche Definitionssache und können daher weit gestreut sein und zweitens hätte ich nach der Liste auf dieser Seite tatsächlich schon den Großteil davon gesehen. Unglaublich, aber erschreckender Weise wahr. Aber nach langem durchforsten, sind mir dann doch fünf Kandidaten untergekommen. Hier also ohne viel Brimborium die …

5 Kultfilme, die ich (noch) nicht gesehen habe.

(1) Easy Rider (1969)

Und dabei ist das doch für einen Musikfreund eigentlich Pflichtprogramm, bei Bands wie Steppenwolf, The Byrds oder The Band (is the band is the band):

(2) Harold und Maude (1971)

Es liegt wahrscheinlich ein bisschen an der Thematik. Das klingt nach ziemlich hartem Tobak und dafür brauche ich immer die richtige Stimmung.

(3) Time Bandits (1981)

Einer der wenigen Terry Gilliam Filme, die mir noch fehlen. Dabei mag ich seinen Stil und seinen Humor eigentlich sehr.

(4) This is Spinal Tap (1984)

In gewisser Weise der Fraktus Vorläufer und falls ich jetzt irgendjemandem verraten habe, das es die Band Fraktus – ebenso wie Spinal Tap – nie gab, tut es mir leid. Passiert im Eifer des Gefechts.😉

(5) Braindead (1992)

Das ich ausgerechnet diesen Peter Jackson Streifen nicht kenne, ist mir bis heute ein Rätsel. Gerade weil dieser Film ja immer positiv erwähnt wird, wenn es um das Frühwerk des Regisseurs geht.

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