Media Monday #394

Neues Jahr. Neuer Versuch wieder regelmäßiger am Wulfschen Media Monday teilzunehmen. Versprechen kann ich nichts. Halten umso mehr. Legen wir los…

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1. Doku- oder Reality-Shows bei Streamingdiensten schaue ich mir nicht an, weil ich die auch schon im ’normalen‘ TV nicht konsumiert habe und jetzt, da kein Privatfernsehen mehr auf meinem Bildschirm flimmert, ist die Wahrscheinlichkeit auch gleich noch geringer. Immerhin laufen ja auf RTL und Konsorten die meisten dieser Kandidaten.

2. Ein Wochenende ist meist viel zu kurz, doch immerhin habe ich es in den letzten zwei Tagen geschafft mehr und intensiv zu lesen. Das soll im Jahr 2019 nämlich mein Anspruch sein. Denn wenn ich mir so meinen letztjährigen medialen Output ansehe, ist der doch sehr film- und serienlastig. 

3. Ich glaube, meine persönliche Film- und/oder Bücher-Sammlung wird nicht so schnell weiter wachsen, da sich mein Sammelinteresse mehr auf die musikalischen Werke beschränkt. Filme und Serien werden mittlerweile sehr oft per Streaming verinnerlicht. Und bei Büchern stehen noch einige ungelesen rum, die (siehe 2.) 2019 gelesen werden wollen. 

4. Das Kinojahr 2018 war eine ziemliche Enttäuschung, denn von den durch meine Wenigkeit mit Anwesenheit beehrten Werken, blieben nur wenige längerfristig in Erinnerung. Es ist bezeichnend, dass die eigentlich bereits das Jahr zuvor (nach amerikanischer Kino-Lesart) veröffentlichten Werke wie Three billboards outside Ebbing, Missouri weiterhin im Gedächtnis kreisen, der große Rest des zurückliegenden Jahres sich aber bereits in verschwommenes Nichts verwandelt. 

5. Den Begriff „Trash-TV“ beziehe ich mal einfach auf Antwort 1 und schiebe ich somit wohlweislich auf die privaten Sender ab. Mein Voyeurismus reicht nicht weit genug, um meine wertvolle Zeit mit unnützen Dingen wie Hilfe schreienden Dschungelkandidaten oder mit Rosen um sich werfenden Bacholeretten bzw. Bachelors zu vergeuden.  

6. Das Toilettenpapier wird von Rolle zu Rolle immer besser, schließlich lernt auch so ein gemeines Toilettenpapier ständig dazu und zeigt sich daher nach und nach von seiner sanften und geschmeidigen Seite. 

7. Zuletzt habe ich David Mackenzies Film Hell or high water gesehen und das war für einen klassischen Westernfan wie mich ein kurzweiliges Vergnügen, weil dieser Neo-Western so offensiv das Ur-Western-Genre zitiert – vom Setting über die Geschichte bis (natürlich) den Charakteren – und dies luftig-leicht in die heutige Zeit transformiert, inklusive politischer Aussage. Besondere Erwähnung hat dabei auch die passende musikalische Untermalung verdient, die zwar dezent und sparsam eingesetzt, aber punktgenau platziert ist. Der Dank gebührt Nick Cave und seinem Kompagnon Warren Ellis, die mir schon zuletzt bei der Serie Mars als Soundspezialisten über den Weg gelaufen sind. 

So. Dann lasst euch mal nicht weiter aufhalten mit langweiligen Versprechen, sondern gleitet sanft und geschmeidig in die neue Januarwoche.

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9 Antworten zu Media Monday #394

  1. Bei 4. sind wir uns einig. Sowohl beim Kinojahr als auch bei THREE BILLBOARDS. Ich bin ja froh, wenn ich am Ende des Jahres eine TOP 10 zusammenkriege (war auch schon anders), aber SEARCHING und THREE BILLBOARDS waren voll meins. Ich plane irgendwann noch SEARCHING auf meinem Laptop anzuschauen. Quasi ein Film, der über Computerbildschirme erzählt wird, der auf meinem Computerbildschirm läuft. 😉

  2. gerhard schreibt:

    Kinojahr: Die isländische Produktion „Gegen den Storm“ fand ich letztens noch sehr sehenswert.
    https://www.imdb.com/title/tt7279188/
    „BlacKkKlansman“ war auch sehr ok für meine Begriffe. „Three Billboards“ sowieso. Daneben würde mir zum Kino 2018 allerdings tatsächlich auch nicht mehr viel einfallen, da hast Du schon recht.
    „The Death Of Stalin“ vielleicht noch und der Romy-Schneider-Film mit Marie Bäumer.

    • Stepnwolf schreibt:

      „Death of Stalin“ hab ich nicht gesehen.
      „3 Tage in Quiberon“ hab ich leider zeitlich nicht geschafft im Kino zu schauen. Der wird aber demnächst nachgeholt. Jetzt, wo es Marie Bäumer endlich mal wahr macht und die große Romy Schneider mimt. Immerhin sieht sie ihr verdammt ähnlich.

  3. Ein Hoch auf die Gelehrsamkeit des gemeinen Toilettenpapiers! 😀

  4. Winfried schreibt:

    Three Billboards war mein Film des Jahres bzw. letzten Jahres, wobei ja eigentlich aus dem vorletzten. Aus dem letzten Kinojahr ist bei mir auch nicht wirklich viel hängengeblieben, aber es gab finde ich viele „gute“ Filme, nur eben keine Kracher in allen Belangen wie ein Three Billboards.

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